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Warum ist Bio-Boden so wichtig?

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    Warum ist Bio-Boden so wichtig?

Warum ist Bio-Boden so wichtig?

Wenn wir unsere Böden nicht schützen, beraubt sich die Menschheit ihrer Lebensgrundlage. Das will die BioBoden Genossenschaft ändern. Sie handelt auch in der Überzeugung, dass die Zukunft einer am Menschen orientierten Landwirtschaft nur ökologisch nachhaltig sein kann.

Die Bio-Branche hat sich zusammen mit der GLS Bank dieser Herausforderung gestellt und als einen Lösungsansatz 2015 im Internationalen Jahr des Bodens die BioBoden Genossenschaft gegründet: BioBoden erwirbt für Landwirte zusätzliche Flächen oder ganze Betriebe und stellt sie ihnen langfristig zur Verfügung - mit der Auflage, sie nach den Grundsätzen eines Öko-Anbauverbands zu bewirtschaften. Die Genossenschaft kauft Land aus privatwirtschaftlicher und häufig spekulativer Nutzung heraus und verpachtet es langfristig zu fairen Preisen an Bio-Bauern – mit dem Ziel, die regional verankerte, ökologische Landwirtschaft zu stärken und auszubauen.

BioBoden hat sich für das Genossenschaftsmodell entschieden, weil sie glauben, dass viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen wollen: dafür, dass regional verankerte, ökologische Landwirtschaft betrieben werden kann, dass junge Landwirte die Chance bekommen, ökologisch zu wirtschaften, für einen Ressourcen schonenden Umgang mit der Natur, für die eigene Gesundheit und für die nächsten Generationen.

Ohne Humus geht es nicht Der Bedarf an Bio-Lebensmitteln steigt stetig - leider wächst die Anbaufläche in Deutschland nicht entsprechend mit und kann die hohe Nachfrage schon lange nicht mehr in vollem Umfang decken. Hinzu kommt: Boden ist nicht gleich Boden. Entscheidend für einen guten Ertrag ist lebendiger Boden mit einem hohen Humusanteil: Circa 95 Prozent des gesamten Stickstoffs sind dort wie in einem großen Nährstoffdepot gespeichert. Mikroorganismen machen den Pflanzen bei Bedarf die gebundenen Nährstoffe verfügbar. Humus kann nur entstehen, wenn Pflanzen und Mikroorganismen nicht um Nährstoffe konkurrieren, sondern optimal zusammenwirken. Aufgabe des Landwirts ist es, diese Prozesse geschickt zu steuern. Dies gelingt langfristig nur in der nachhaltigen ökologischen Landwirtschaft: sie sorgt nicht nur für die stickstoffreichsten Böden, sondern auch für einen hohen Humusanteil. Nur ökologisch bewirtschaftete Flächen sind zudem in der Lage, große Mengen an CO2 aus der Atmosphäre aufzunehmen und zu binden und so dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Flächen sichern für mehr Bio-Anbau Besonders das Thema Verlust von Ackerland für den Öko-Anbau beschäftigt die Bio-Branche: Etwa zwei Drittel des Bodens in Deutschland sind in Privatbesitz. Durch Land-Spekulationen und die hohe Nachfrage nach Anbauflächen für Energiepflanzen für Bio-Sprit oder Biogas-Anlagen (wie z.B. Mais) geht viel Fläche für die ökologische Landwirtschaft verloren. Wird Land verpachtet, können Bio-Bauern - und gerade Jung-Landwirte - die stark gestiegenen Pachten häufig nicht mehr bezahlen.

Auch auf die Frage der Nachfolge fehlt häufig eine Antwort: Muss ein Eigentümer seinen biologisch bewirtschafteten Hof (z. B. krankheits- oder altersbedingt) aufgeben, gibt es oft keine Erben, die den Hof weiterführen wollen. Diejenigen, die Interesse an der Übernahme des Hofs haben und das Erbe weitertragen wollen, haben kein Geld für einen Kauf. Wieder andere wollen konventionell wirtschaften, die Eigentümerfamilie besteht aber darauf, dass der Hof weiter als Bio-Betrieb erhalten bleibt.

Die Agrarwende gemeinsam gestaltenDie bisherigen Erfolge der BioBoden Genossenschaft können sich sehen lassen: Rund 3.500 Hektar Land konnten bis Ende 2019 bereits für den Öko-Landbau gesichert werden. Ermöglicht haben das die rund 4.500 Mitglieder, die zusammen mehr als 30 Millionen Euro Genossenschaftskapital eingebracht haben. Da wir bei ebl-naturkost schon immer von der existenziellen Bedeutung des ökologischen Landbaus für unsere Umwelt und unsere Zukunft überzeugt sind, gehören wir zu den Gründungspartnern von BioBoden und halten auch privat Genossenschaftsanteile.

Boden und besonders landwirtschaftlich geeignete Fläche sind aus Sicht von BioBoden keine Ware oder Spekulationsobjekt, sondern ein knappes, aber lebensnotwendiges Gut. Die BioBoden Genossenschaft sieht sich als eine Bewegung für viele, die ihr Ziel zu einem gesellschaftlichen Anliegen macht. Mit dem Erwerb von Anteilen an der BioBoden Genossenschaft kann jede/r dafür Verantwortung übernehmen und fruchtbaren Acker für die gesunde Ernährung - auch für die nachfolgenden Generationen - sichern.

Wenn auch Sie sich für die Arbeit der BioBoden Genossenschaft oder eine Mitgliedschaft interessieren, erhalten Sie alle weiteren Informationen auf www.bioboden.de.

Herzliche Grüße

Christine Fröhlen (ebl-Redaktion)

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