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Von Weihnachtsbäumen und Sternenträumen

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Von Weihnachtsbäumen und Sternenträumen

Der Klimawandel mit seiner diesjährigen langen Trockenperiode macht auch den Weihnachtsbäumen zu schaffen. Aber keine Sorge, für dieses Jahr ist davon noch nichts zu spüren. Es dauert 8 bis 12 Jahre, bis ein Baum die richtige Größe erreicht.

Diesen stattlichen Exemplaren konnte die Trockenheit aufgrund der tiefen Wurzeln nur wenig anhaben. So werden Angebot und Preise für dieses Jahr stabil bleiben. Die neu angepflanzten Bäume für das Jahr 2028 hätten allerdings enorm gelitten, wie Thomas Emslander, der Vorsitzende des Vereins bayerischer Christbaumanbauer zum Start der Christbaumsaison vergangene Woche erläuterte. Das ist eben genau das Verzwickte an all diesen Nachhaltigkeitsthemen: Unser Handeln von heute erzeugt Folgen in der Zukunft, die für uns oftmals überhaupt nicht sichtbar sind. Es gilt also den Blick nach vorne zu schärfen und das passt, wie ich finde, gut zur Weihnachtszeit.

Laut Emslander werden rund 4 Millionen Weihnachtsbäume alleine in Bayern die gute Stube zum Leuchten bringen. Da wäre es doch gut, wenn schon hier ein wenig Klimawandel-Prävention betrieben würde. Die riesigen Plantagen mit Monokulturen sind hier sicherlich nicht der richtige Weg. Laut NABU werden in diesen Monokulturen Insektizide gegen Rüsselkäfer und Läuse, Herbizide gegen konkurrierendes Gewächs und Mineraldünger für einen gleichmäßigen Wuchs und für eine intensive Grün- und Blaufärbung der Nadeln eingesetzt. Daher gilt auch hier „Augen auf beim Christbaumkauf“, damit wir nicht ökologische Folgeschäden mit ins Wohnzimmer holen. Und Alternativen dazu gibt es alle Mal. Der NABU empfiehlt den Kauf von heimischen Fichten, Kiefern oder Tannen, die auf sogenannten Sonderflächen unter Strom- oder auf Leitungstrassen wachsen. Die Flächen sind Teil der regionalen Forstbetriebe und bei Interesse kann man einfach beim lokalen Förster oder Forstamt nachfragen. So helfen auch die kurzen Wege, die Klimabilanz zu verbessern.

Am besten wäre es natürlich, wenn Sie sich für Weihnachtsbäume aus öko-zertifizierten Betrieben entscheiden würden oder noch besser statt dem Baum vielleicht schöne Zweige in eine Bodenvase stellen und so den Baum dort stehen lassen, wo er hingehört, nämlich im Wald. Zugegeben, öko-zertifizierte Betriebe gibt es nicht wirklich viele, aber vielleicht finden Sie ja einen in Ihrer Nähe. Robin Wood stellt Jahr für Jahr unter www.robinwood.de/schwerpunkte/ökologische-weihnachtsbäume ein Verzeichnis der Betriebe online, die öko-zertifizierte Weihnachtsbäume anbieten. Auch für die ebl-Region finden sich hier zwischen Nürnberg und Würzburg einige Anbieter, wie das Gartenreich Oberrieden in Obermichelbach. Wer mag kann hier seinen Bio-Christbaum am 15. und 16. Dezember, jeweils von 10 Uhr bis zur Dunkelheit, am Bürgermeister-Hans-Tauber-Weg 1 (bitte Parkplatz am Sportplatz Obermichelbach nutzen) oder aber auch nach individueller Absprache per Telefon unter 0911/765419, selbst schlagen. Nach getaner Arbeit warten dann auf die kleinen und großen Waldarbeiter/innen ein warmes Feuer, Bio-Glühwein und adventliche Leckereien. Einige Baumschulen bieten auch eine Weihnachtsbaum-Miete im Topf an. Fragen Sie einfach mal bei Ihrer örtlichen Gärtnerei nach, vielleicht bringen Sie die ja auf gute Ideen.

Und hier noch zwei Tipps zum Verschenken bzw. zum Eintragen in den Kalender: Bluepingu e. V. hat Anfang Dezember die brandneue 3. Auflage des Regionallotsen in Buchform vorgestellt. Der Regionallotse ist in die Kategorien bewusster Konsum, Engagement und Bildung gegliedert. Über 1200 Adressen alleine im Großraum Nürnberg, Fürth Erlangen zeigen, wir haben immer öko-faire Alternativen. Bestellen können Sie den Lotsen z. B. im Buchhandel (ISBN: 978-3-000-38738-8). Natürlich gibt es die Infos aus dem Lotsen auch online unter www.regionallotse.de. Und wenn Sie dann nach all dem Weihnachtstrubel mal durchschnaufen wollen, gönnen Sie sich einfach mal 90 Minuten Entspannung im Agenda-21 Kino am 16.12. um 11.30 Uhr im Casablanca Kino in Nürnberg. Der Film „Sternenjäger – Abenteuer Nachthimmel“ begleitet fünf der besten Sternefotografen, um uns den Nachthimmel und das Firmament in seiner ganzen Schönheit nahezubringen. Den Eintritt übernimmt wie immer ebl-naturkost für Sie.

Das schönste Wunder zur Weihnachtszeit wäre für mich aber, wenn wir alle statt viel Geld für Geschenke viel Achtsamkeit und Wertschätzung für Mensch und Natur schenken würden. Das gibt’s garantiert klimaneutral und ohne Nebenwirkungen.

Herzliche Grüße

Frank Braun (ebl-Redaktion)

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