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Gemeinsam aktiv gegen Ackergifte

  • Ackergifte? Nein danke!

    Ackergifte? Nein danke!

Gemeinsam aktiv gegen Ackergifte

Ackergifte sind überall und die Beweise (f)liegen in der Luft. Mit der bundesweiten Kampagne "Ackergifte? Nein danke!" wollen wir gemeinsam mit Bio-Herstellern, Bio-Fachhändlern und Ihnen als Verbraucher/innen erreichen, dass der Einsatz von synthetischen Ackergiften verboten wird.

In Deutschland werden jährlich über 40.000 Tonnen Ackergifte versprüht, von denen viele nachweislich gesundheitsschädlich sind. Die Wirkstoffe binden sich an kleinste Staubteilchen und können mit dem Wind weite Strecken zurücklegen. So gelangen sie in Privatgärten, Wohngebiete in Stadt und Land sowie auf Bio-Äcker - mit unberechenbaren Auswirkungen für Pflanzen, Tiere und Menschen. Auch die Grundlagen des Bio-Anbaus sind bedroht.

Damit das aufhört, setzen wir uns gemeinsam für gesunde Böden und artenreiche Feldgemeinschaften ohne Ackergifte ein. Das Logo "Ackergifte? Nein danke!" mit der Biene wurde von der Bürgerinitiative Landwende entwickelt. Eine erste Feldstudie im Jahr 2015 mit 2011 Probanden in Deutschland ergab eine Glyphosatbelastung von 99,6 % der Proben. Da die Behörden und die Industrie die unkontrollierte Verbreitung der Ackergifte allerdings nicht wahrhaben wollen, brauchen wir unabhängige Studien, um den Beweis führen zu können. Deshalb hat sich eine Gruppe von Händlern und Herstellern entschlossen, gemeinsam zu handeln.

Um zu erforschen, wie die Ackergifte in unsere Umwelt und unsere Körper gelangen und um Lösungswege für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu erkunden, wurde das "Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft e. V." gegründet - von Unternehmen, die Produkte herstellen und anbieten, die zu 100 % Bio sind. Inzwischen engagieren sich über 35 Unternehmen im "Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft e. V." für eine ackergiftfreie Landwirtschaft und den Schutz der Ressource Boden. Damit auch zukünftige Generationen unbelastete Lebensmittel ohne Glyphosat & Co.genießen können. Für Bio. Und für unsere Enkel. Alle Infos zum Bündnis finden Sie auch unter  www.enkeltauglich.bio.

Warum Ackergifte so gefährlich sind

Ackergifte sind chemische Tötungsmittel, die gegen Pflanzen(Herbizide), Pilze (Fungizide), Insekten (Insektizide) und Mikroorganismen (Pestizide) auf den Äckern ausgebracht werden. Darunter sind hochgiftige Wirkstoffe, die nicht nur Bienen töten und im Verdacht stehen, Menschen gesundheitlich zu schädigen. Sie vernichten auch viele andere Insekten und Wassertiere, schädigen das Bodenleben und belasten das Trinkwasser ebenso wie die auf dem Acker angebauten Lebensmittel. Der Einsatz von Ackergiften in der Agrarindustrie hat unter anderem dazu geführt, dass

  • jeder zweite Feldvogel ausgestorben ist,
  • die Hälfte der Arten in den Ackergewässernverloren gegangen ist,
  • seit den 1980er-Jahren 80 % der Insektenverschwunden sind,
  • auf vielen Ackerflächen kein Humus mehr entsteht,
  • durch Wasser- und Winderosion kostbarer Boden verloren geht.

Durch die Verbreitung der Ackergifte wird ein rückstandsfreier Bio-Anbau immer schwieriger, zudem geht die Bodenfruchtbarkeit verloren und die Artenvielfalt schwindet. Selbst die Luft zum Atmen ist mit Wirkstoffen aus Ackergiften belastet. In bundesweiten Aktionen soll Aufmerksamkeit für dieses wichtige Anliegen geschaffen werden - eine Aufgabe, die viele Mitwirkende und starke Kampagnen benötigt.

So unterstützen Sie die Kampagne"Ackergifte? Nein danke!"

Zusammen mit Basic, Bio Company, SuperBioMarkt, Naturgut und Biomare bieten wir bei ebl während der zwei Aktionszeiträume vom 1. bis 30. März sowie im Oktober speziell gekennzeichnete Produkte von Herstellern an, die einen Teil der Erlöse spenden, um eine unabhängige Studie für enkeltaugliche Landwirtschaft zu fördern. Herzstück der Forschung ist ein bundesweites Netz aus Sammelfiltern, mit denen im Jahresverlauf Proben genommen werden, um die Luft auf ihre Belastung durch Ackergifte zu untersuchen. Die Kampagne "Ackergifte? Nein danke!" will letztendlich erreichen, dass der Einsatz von synthetischen Ackergiften ganz verboten wird.

Helfen Sie mit, das Netz an Messpunkten einzurichten, damit keiner mehr wegsehen und schweigen kann - auch die Politik nicht. Wie? Wählen Sie einfach die gekennzeichneten Bio-Produkte der teilnehmenden Hersteller. Diese spenden einen Teil der Erlöse - ohne Aufpreis und mit 100 % Genuss für Sie. Die Aktionsprodukte sind in Ihrem ebl-Markt direkt am Regal gekennzeichnet. Außerdem weisen wir mit Plakaten und Aktionstischen auf die Kampagne und die Produkte der teilnehmenden Hersteller hin. Alle Hintergründe zum Projekt und wie Sie die Aktion unterstützen können, erfahren Sie auch in der Broschüre "Gemeinsam aktiv gegenAckergifte", die ab Anfang März in unseren ebl-Märkten ausliegt, und unter www.ackergifte-nein-danke.de.

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