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Füreinander da sein in dieser ungewissen Zeit

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Füreinander da sein in dieser ungewissen Zeit

Die aktuelle Krise wird oft verglichen mit einem Marathonlauf. Der Unterschied dazu ist allerdings: Die Teilnahme ist nicht freiwillig, jede/r muss mitlaufen und die Länge der gesamten Laufstrecke kann noch nicht einmal ansatzweise eingeschätzt werden.

Wie teilt man sich so eine Herausforderung ein? Wie bewältig man sie mental am besten? Auf was kommt es wirklich an und was ist nur unnötiger Ballast? Während in vielen Bereichen große Unsicherheit herrscht, werden andere Dinge in den letzten Wochen überraschend klar. Man spürt ziemlich deutlich, was man schmerzlich vermisst: es sind vor allem die Lieblingsmenschen, aber auch einfach die Alltags- und Freizeitgestaltung, über die man vor ein paar Wochen gar nicht groß nachgedacht hat: die Familie besuchen, sich mit Freunden treffen, Geburtstage gemeinsam feiern, zusammen essen gehen, Café- und Konzertbesuche, am Wochenende mal ins Schwimmbad …


Gleichzeitig merken wir inzwischen, auf was wir gut verzichten können und nicht wirklich brauchen. Die plötzlich eingetretene Entschleunigung führt bei vielen dazu, sich neu zu organisieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das kann auch die Chance sein, Ansprüche, Gewohnheiten und Bequemlichkeiten zu hinterfragen und für sich andere, kreative, eventuell weniger egoistische Verhaltensweisen und Strategien zu entwickeln. Vielleicht profitieren von denen dann auf lange Sicht sogar unsere Mitmenschen und unsere Umwelt.
Denn wir beginnen wieder mehr, uns nicht nur um unsere Liebsten Gedanken zu machen, sondern auch um unsere Gesellschaft: um die Menschen, die allein, schwach, benachteiligt oder krank sind. Und um die Menschen, die die Gesellschaft am Laufen halten, während das öffentliche Leben weitgehend stillsteht.


Uns wird immer klarer: nichts ist in diesen Zeiten selbstverständlich. Deshalb brauchen wir jetzt mehr als sonst und für lange Zeit vor allem Geduld, Zuversicht, Mitmenschlichkeit und Dankbarkeit dafür, dass auch in diesen schwierigen Zeiten so viel Gutes geschieht. Die Krise können wir nur gemeinsam meistern, indem wir zusammenhalten, füreinander da sind und uns gegenseitig Mut machen – wenn auch momentan nur mit großem persönlichem Abstand oder aus der Ferne.

Herzliche Grüße

Christine Fröhlen (ebl-Redaktion)

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