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Ferientipp 2: Auf ins Fichtelgebirge!

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    Auf ins Fichtelgebirge!

Ferientipp 2: Auf ins Fichtelgebirge!

„Kennst du die Berge in Deutschlands Herz, gelagert rings im Kreise?“. So beginnt das Fichtelgebirgslied und lädt uns ein, diese wunderbare Region zu entdecken. Unser zweiter Ferientipp für Daheimgebliebene führt uns ins Fichtelgebirge.

Mit dem Ochsenkopf und dem Schneeberg sind hier die höchsten Berge Frankens zu Hause. Wir befinden uns hier zudem im Herzen Europas, denn der 1844 vermessene Mittelpunkt Europas liegt auf dem Tillenberg in der Nähe Waldsassens. Die Region bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten für Naturliebhaber jeden Alters. Das Fichtelgebirge ist auch einer von 10 fränkischen Naturparks. Mit 15.000 Quadratkilometern machen die fränkischen Naturparks fast die Hälfte unserer schönen Heimat aus. Schaut man sich die Region auf der Karte an, bildet es ein riesiges, nach Nordosten offenes Hufeisen. Machen Sie also Urlaub im Zeichen des Glücks. Mit Main, Eger, Naab und Saale haben hier gleich vier große Flüsse ihren Ursprung und schicken ihr Wasser aus den Bergen des Fichtelgebirges in alle vier Himmelsrichtungen. Ein Ort also, der alles bietet, was es für schöne Ferien zu Hause braucht.

Auf historischen Wegen

Einst zog Karl der Große mit seinem Heer durch die Region gegen die benachbarten Slawen. Auch Goethe war hier schon unterwegs. Heute gibt es ein dichtes Rad- und Wanderwegenetz für anspruchsvolle als auch familienfreundliche Ausflüge. Ein toller Rundweg ist der 12 Kilometer lange Wanderweg hinauf auf Frankens höchsten Berg, den Schneeberg. Die Wanderung beginnt am Fichtelsee, einem in 750 m Höhe zwischen Wald und Moor gelegenen Waldbad und mein persönlicher Favorit in Sachen Badespaß in der Region. Am nördlichen Ufer des Fichtelsees beginnt das Naturschutzgebiet "Seelohe" mit typischer Hochmoorvegetation. Oben angekommen wird der Aufstieg mit einem tollen Rundblick vom hölzernen Aussichtsturm Backöfele belohnt. Von dem 14 m hohen Holzturm haben Wanderer an klarenTagen eine Aussicht auf den Frankenwald und Thüringer Wald, das Elster- und Erzgebirge, das bayerisch-böhmische Grenzgebirge und rings herum das Fichtelgebirge! Achtung, bringen Sie sich Ihr eigenes Vesper mit, denn am Schneeberg gibt es keine Gastronomie.

Alternativ können Sie von Bad Alexandersbad zum Bergmassiv Kösseine hinaufwandern. Auch dort bietet sich ein toller Ausblick vom Aussichtsturm. Dieser rund 20 Kilometerlange Weg führt auch am Felsenlabyrinth der Luisenburg vorbei, Europas größtem Felsenlabyrinth und Nationales Geotop. Ein eigens angelegter Rundweg führt durch diese märchenhafte Landschaft und gerade auch Kinder werden hier viel Spaß haben, wenn sie die Durchschlüpfe und Passagen durch die über 300 Millionen Jahre alten Granitsteinformationen finden.

Dem Gold auf der Spur

Einen Sonntagsausflug der ganz anderen Art bietet ein Besuch in Goldkronach. Hier ist der Name Programm. Auf den Abbau von wertvollen Erzen und Mineralien gründete sich in früheren Zeiten der bescheidene Wohlstand der einheimischen Bevölkerung. Nicht von ungefähr wurde das Gebiet (zusammen mit der benachbarten nördlichen Oberpfalz) auch das „Ruhrgebiet des Mittelalters“ genannt. Seit 1363 wurde hier nach Gold geschürft. In seinen besten Zeiten wurden aus den hiesigen Bergwerken 3,75 Kilogramm Gold gewonnen. Bis 1977 erfolgten noch Erkundungsbohrungen. In den 1920er und frühen 1930er Jahren hatte die Bergbau-Aktiengesellschaft „Fichtelgold“ ihr Glück versucht, aber keine dieser späteren Versuche war wirtschaftlich wirklich erfolgreich.

Über die Geschichte dieser Goldgräberstadt informiert das Goldbergbaumuseum in Goldkronach, das jeweils Sonntag und an Feiertagen von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet ist. Von dort beginnt auch ein rund 10 Kilometer langer schöner Rundwanderweg auf den Fürstenstein, der an den Besucherbergwerken vorbeiführt. Hier können Sie in einem der beiden öffentlich zugänglichen Bergbaustollen eintauchen in die Welt der Goldgräber. Das Besucherbergwerk „Schmutzlerzeche“ und das Besucherbergwerk „Mittlerer Name Gottes“ haben jeweils sonn- und feiertags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Auch vom Fürstenstein bietet sich an klaren Tagen ein toller Rundblick. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Attraktionen für einen Besuch im Fichtelgebirge wie den Greifvogelpark und die Sommerrodelbahn in Wunsiedel, oder ein Picknick am Weißenstädter See zum Sonnenuntergang. Entdecken selbst, wie schön unsere Heimat sein kann.

Herzlich grüßt

Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion

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