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Das Hand in Hand Siegel von Rapunzel

  • Bio für Dich. Fair für mich!

    Bio für Dich. Fair für mich!

Das Hand in Hand Siegel von Rapunzel

Santiago Paz López, Verkaufsleiter der Kooperative Norandino in Peru, ist stolz auf das, was bio-fairer Anbau von Kaffee in seinem Land bewirkt hat. Mit der "Hand in Hand"-Prämie finanzierte Norandino unter anderem eine Pflanzschule für Kaffee-Setzlinge.

Denn die regelmäßige Erneuerung der Kaffee-Parzellen mit Jungpflanzen ist wichtig für den Erhalt der Qualität und der Produktivität der Sträucher. Auch über den "Hand in Hand"-Fonds verbessert Norandino die Lebensbedingungen seiner Mitglieder. So erhielt beispielsweise die Partnerkooperative Capema eine Förderung für das Projekt "Gesundes Lächeln". Hier haben Kinder der Region San Martín spielerisch gelernt, welche Bedeutung Zahnhygiene für das tägliche Wohlbefinden hat. Und, um den Herausforderungen des Klimawandels besser begegnen zu können, investiert Norandino inzwischen mit Hilfe des "Hand in Hand"-Fonds in Beratungen zur Agroforstwirtschaft - für noch stabilere, artenreiche Ökosysteme im Anbau.

So kann eine duftende Tasse Arabica-Kaffee bei uns am Frühstückstisch große Entwicklungen im Ursprungsland anstoßen. "Wir tragen alle eine Mitverantwortung für die großen Zusammenhänge in der Welt, in unserem täglichen Tun und Handeln. Auch und vor allem bei Kaffee liegt es an uns, bewusst unsere Kauf-Entscheidung dafür zu nutzen, Einfluss auf die Bedingungen vor Ort zu nehmen und so einen Beitrag zur Verbesserung zu leisten," meint Joseph Wilhelm, Unternehmensgründer von Rapunzel zum Thema "warum eigentlich fairer Handel"? Für Rapunzel sei es von Anfang an klar auf der Hand gelegen: "Bio und fair gehören untrennbar zusammen! Ökologische Nachhaltigkeit braucht immer auch ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und umgekehrt - sie gehen bei uns eben "Hand in Hand"!

"Hand in Hand" - Was bedeutet das Siegel eigentlich?

Dahinter steht ein Fairhandels-Programm des Bio-Pioniers Rapunzel mit 18 Partnern aus 15 Ländern des Globalen Südens. Die Geschäftspartner aus den Schwellenländern liefern ihre fair hergestellten Rohstoffe direkt an Rapunzel ins Allgäu. Die angestoßenen Konsequenzen: Langfristige und direkte Handelsbeziehungen, Abnahmegarantien, Zahlung eines fairen Preises über Weltmarktniveau sowie Unterstützung und Beratung des Partners vor Ort. Im Gegenzug garantieren die "Hand in Hand"-Partner Produkte in Bio-Qualität, Transparenz der Unternehmensführung, soziale Absicherung der Mitarbeiter, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und das Verbot von Kinderarbeit. Unabhängige Inspektoren sichern durch regelmäßige Kontrollen zusätzlich die Qualität ab.

Ein weiterer Benefit für die Bedingungen vor Ort im Land: die"Hand in Hand"-Prämie finanziert ökosoziale Projekte. Ein Beispiel: die familiengeführte Plantage und Verarbeitungsanlage Topará aus Peru liefert Pekannüsse an Rapunzel und konnte über die "Hand in Hand"-Prämie eine Kantine für ihre Mitarbeiter bauen. Übrigens dürfen nur Produkte, bei denen mindesten 51 Prozent der Zutaten aus fairem Handel stammen, das Siegel "Hand in Hand" tragen. Bei Produkten mit weniger als 51 Prozent verzichtet Rapunzel auf das Siegel. Über 150 Rapunzel Produkte tragen inzwischen das "Hand in Hand"-Siegel.

Begonnen hat alles Anfang der 1990er Jahre als Rapunzel "Hand in Hand" als erstes Fairhandels-Programm mit 100 Prozent biologisch erzeugten Produkten gegründet hat. Das Programm entstand aus gelebter Handelserfahrung mit El Ceibo und Planeta Verde, Rapunzel-Lieferanten für Kakao und Vollrohrzucker. Diese lieferten Zutaten für die Rapunzel-Schokolade, die 1987 auf den Markt kam - die weltweit erste Bio-Schokolade überhaupt und noch dazu aus fairem Handel. ebl ist seit Anbeginn, also seit 25 Jahren, Partner von Rapunzel und weit über 500 Rapunzel-Produkte sind in den ebl-Märkten vertreten. Beide Unternehmen haben sich nachhaltig entwickelt. "Stark qualitätsorientiert, verlässlich und mit einer hohen Übereinstimmung in unseren Werten", beschreibt Joseph Wilhelm die Philosophie. Gemeinsam ist beiden Gründern Gerhard Bickel und Joseph Wilhelm, dass sie viel Verständnis für den biologischen Anbau und die Herstellung von Bio-Lebensmitteln durch ihre eigenen Erfahrungen damit entwickelt haben. Beide wollen wissen, wo die Ware herkommt. So haben sie etwa durch gemeinsame Reisen zu Rapunzel-Bauern und -Lieferanten in verschiedenen Ursprungsländern die partnerschaftliche Zusammenarbeit intensiviert.

Ein Beitrag der Redaktion lebenslinie (www.lebenslinie-magazin.de) für ebl

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