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Mehr als „nur“ Lebensmittel

  • Das Immunsystem unterstützen

    Das Immunsystem unterstützen

Mehr als „nur“ Lebensmittel

Schon der antike griechische Arzt Hippokrates hat den Zusammenhang zwischen guter Ernährung und Gesundheit hervorgehoben. Neben viel Bewegung in der Natur und einer positiven mentalen Einstellung ist gesunde Ernährung wohl eines der wirksamsten Hausmittel, um das Immunsystem zu unterstützen.

Besonders in diesem Jahr lohnt es, sich gerade jetzt im Herbst und der damit beginnenden Erkältungszeit zu überlegen, wie man die eigenen Abwehrkräfte stärken kann. Bei Immunboostern denken wir oft automatisch an Vitamin C und Zitronen. Aber Vitamin C allein schützt noch nicht vor Erkältungen und nicht nur Zitronen haben es als Powerfood in sich. Es gibt eine ganze Menge alltägliche Lebensmittel, die oft unterschätzt werden, aber sehr hilfreich für den Körper sind – vor allem, wenn wir mehrere davon in unseren Alltag integrieren:

Zwiebeln und auch Knoblauch zum Beispiel zählen durch die schwefelhaltige Verbindung Allicin zu den natürlichen Antibiotika. Außerdem sind Zwiebelgewächse durch das Flavonoid Quercetin sowie weitere wertvolle Enzyme und Aminosäuren ideal für eine intakte Darmflora. Roh in Salaten, pikanten Gemüse-Bowls, Saucen oder Dips bleiben die Inhaltsstoffe besonders gut erhalten, aber auch gedünstet oder angebraten erfüllen sie ihren Zweck. Übrigens: Auch mal abwechseln und zu roten Zwiebeln greifen. Diese haben durch die enthaltenen farbgebenden Stoffe Anthocyane im Vergleich zu weißen Zwiebeln eine mehr als doppelt so hohe antioxidative, also entzündungshemmende Wirkung.

Durch ihren Nährstoffreichtum sind auch grüne Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl, Mangold, Rucola und Co. richtige Power-Pakete: Ihre Antioxidantien schützen unseren Organismus vor freien Radikalen, sie wirken basisch auf unseren Verdauungstrakt und versorgen uns mit sekundären Pflanzenstoffen, lebenswichtigen Mineralstoffen sowie zahlreichen Vitaminen. Um möglichst viele der positiven Inhaltsstoffe aufzunehmen, bereitet man grüne Blattgemüse am besten als Salat zu und kombiniert diesen mit frischen Kräutern wie Petersilie, wertvollen kaltgepressten Ölen wie Leinsamen- oder Weizenkeimöl und Nüssen oder Kernen.

Will man seinem Immunsystem etwas Gutes tun, sind auch auf Ingwer und Kurkuma (Gelbwurz) eine gute Wahl: Kurkuma ist, kurz gesagt, gut bei Entzündungen und Schmerzen. Für die entzündungshemmende Eigen­schaften der Wurzel ist der Pflanzenfarbstoff Curcumin verantwortlich. Kurkuma lässt sich leicht in den Speiseplan aufnehmen, z. B. in Currys und Gemüsegerichten oder als „Goldene Milch“.

Ähnlich vielseitig in der Anwendung ist Ingwer mit seinen ätherischen Ölen, den Scharfstoffen (Gingerolen), über 60 Mineralstoffen, 30 Aminosäuren und 500 (Co-)Enzymen. Er fördert die Verdauung und kann gegen (Reise-)Übelkeit helfen. Ingwer schmeckt z. B. sehr gut als Tee und hat einen angenehm wärmenden Effekt. Er lässt sich auch gut mit Honig abrunden, der durch seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung als bewährtes Hausmittel gilt, aber Achtung: nicht in zu heiße Getränke geben, denn bei etwa 40 Grad verliert Honig seine positiven Eigenschaften. Kurkuma und Ingwer lassen sich auch gut kombinieren, z. B. als konzentrierter Saft, auch „Shot“ genannt, bei Erkältungen.

Auch Hühnerbrühe unterstützt erwiesenermaßen bei Erkältungen, da z.B. der in der Brühe enthaltene Eiweißbaustein Cystein entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute wirkt. Probieren Sie doch mal die hausgemachte Hühnerbrühe aus der ebl-Metzgerei im Kühlregal oder die Gockelsuppe vom Geflügelhof Schubert.

Und natürlich dürfen Beeren für die Stärkung unseres Immunsystems nicht fehlen: Unter anderem wirken sie antibakteriell, sind ein natürliches Probiotikum und wirken durch ihre Anthocyane als starke Antioxidantien. Noch dazu schmecken sie einfach lecker und können vielseitig kombiniert werden. Ob frisch, tiefgefroren, gefriergetrocknet oder als Saft sind sie eine ideale Bereicherung fürs Frühstück in Müslis oder Porridge, als Snack oder in Desserts. Eine besonders hohe Nährstoffdichte haben z. B. wilde Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren oder auch Aronia­beeren.

Und wer doch zusätzlich auf Vitamin C setzen möchte: Wussten Sie, dass in Hagebutten bis zu 24 Mal mehr Vitamin C steckt als in einer Zitrone? Man kann sie beispielsweise als Pulver kaufen. Im Oktober ist jetzt aber auch die beste Zeit, Hagebutten auf einem Herbstspaziergang selbst zu sammeln und z. B. für Tee zu trocknen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie gut gestärkt und gesund durch den Herbst und Winter kommen.

Herzlich grüßt
Christine Fröhlen für die ebl-Redaktion

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