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Frankens etwas vergessene Stadtjuwelen

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Frankens etwas vergessene Stadtjuwelen

Franken hat ja wirklich in jeder Hinsicht viel zu bieten. Egal ob Stadt- oder Naturliebhaber, es gibt für jedes Interesse den richtigen Ort. Heute möchte ich Ihnen mit Pappenheim und Dinkelsbühl zwei Stadtjuwelen vorstellen, die nicht nur wegen ihrer wunderbaren Altstadt auf meiner Liste für Familienferientage ganz oben stehen.

Das im Naturpark Altmühltal gelegene Pappenheim ist bereits seit 400 vor Christus besiedelt. Mit seiner Burg, mittelalterlichen Altstadt und seiner Lage im Naturpark ist es der perfekte Ausgangspunkt für einen Ferientag, der keine Wünsche offenlässt. Wer durch Pappenheim spaziert spürt die über 1200-jährige Stadtgeschichte auf Schritt und Tritt. Seit dem 12. Jahrhundert ist Pappenheim von einer Stadtmauer umgeben, die auch heute noch in Teilen erhalten ist. Die Burg selbst ist eine der seltenen zweihöfigen Burganlagen mit mehr als 1,5 Kilometer langen Mauern. Entdecken Sie die Burg samt Altstadt bei einem kleinen Spaziergang. Pappenheim ist kompakt, so dass die Tour auch mit Kindern gut machbar ist. Im Anschluss bieten sich eine Vielzahl von Möglichkeiten zur weiteren Freizeitgestaltung.

An heißen Tagen lockt eines der größten Freibäder Bayerns. Die Becken sind solarbeheizt, es gibt eine tolle 60-Meter-Großrutsche und auch das Drumherum ist wunderbar. Die riesigen Liegewiesen machen das Einhalten der Abstandsregeln einfach, für Sportsfreunde gibt es Torwände, eine Beach­volleyballanlage, Tischtennis u. v. m.

Wer es etwas aktiver gestalten möchte, der könnte im nahen Solnhofen zum Archäologen werden und sich auf Fossiliensuche begeben. Sie erreichen den Steinbruch bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Hier wurde die erste Versteinerung des weltberühmten Archaeopteryx gefunden. Und noch heute sind dort drei Exemplare des Urvogels im Bürgermeister-Müller-Museum zu besichtigen. Solnhofen ist bekannt für seine Plattenkalke und die Erfindung des Steindrucks. Von 10 bis 17 Uhr können sie dort im Hobbysteinbruch nach Fossilien suchen.

Für Abenteurer gibt es in Pappenheim auch einen Waldklettergarten. Auf dem Bambini-Parcours können sich schon 4-jährige ausprobieren. Aufgrund der Corona-Auflagen ist hier eine Voranmeldung zwingend erforderlich. Im August hat der Klettergarten täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die schönste Altstadt Deutschlands ist in Dinkelsbühl

Zu diesem Schluss kam 2014 das Magazin Focus. Darüber ließe sich sicherlich streiten aber ohne Zweifel ist Dinkelsbühl sehr sehenswert. Die, an der romantischen Straße gelegene, ehemalige Reichsstadt ist im Kern noch heute so, wie man sie im 15. Jahrhundert vorgefunden hätte.

Wer Dinkelsbühl entdecken will kann sich kostenlos eine speziell für Familien konzipierte Stadtrallye in der Touristen-Information am Altrathausplatz abholen. Dabei begeben Sie sich unter anderem auf die Suche nach dem alten Mauergeist, der angeblich in der Stadtmauer sein Zuhause eingerichtet hat. Im Haus der Geschichte geht es dann ausgerüstet mit Tasche und Hut weiter. Zusammen mit Mathis dem Landsknecht lernt man auf einem eigens angelegten Kinderpfad auf spielerische Art und Weise etwas über die Entwicklung der ehemaligen Reichsstadt zu Kriegs- und Friedenszeiten. Modern wird es dann im 3D-Museum. Hier tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der 3. Dimension und entdecken das Geheimnis von Illusionen und optischen Täuschungen. Aber auch Naturerlebnisse kommen nicht zu kurz!

Dinkelsbühl ist ein beliebtes Ausflugsziel für Störche, die mitten in der Stadt auf dem alten Rathaus brüten. Im romantischen Arche Noah Garten der Sinne an der Stadtmauer, kann man beobachten und experimentieren, um so die Natur mit allen Sinnen zu erfahren. Und wer das dann alles geschafft hat, kann den Tag bei schönem Wetter im Naturfreibad „Wörnitzstrandbad“ ausklingen lassen. Die Öffnungszeiten der Touristen-Information sind Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr und Samstag/Sonntag 10 bis 16 Uhr. Beide Stadttouren kombiniert und noch vieles mehr ließen sich auch zu einem mehrtägigen Kurzurlaub mit Bahn und Fahrrad verbinden.

Herzlich grüßt
Frank Braun (freier Autor)

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