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STOP GLYPHOSAT - Ihre Stimme zählt!

  • Gemeinsam gegen Pestizide

    Gemeinsam gegen Pestizide

STOP GLYPHOSAT - Ihre Stimme zählt!

Bereits seit 1974 wird Glyphosat als Hauptwirkstoff des Monsanto-Totalherbizids "Roundup" eingesetzt. Seither setzt sich der Siegeszug der chemischen Keule über den Pflug fort, der bis dato in der Landwirtschaft ohne Schaden an Mensch und Natur dafür gesorgt hatte, dass sich unerwünschte Beipflanzen nicht auf den Äckern breitmachten.

Glyphosat wird nach Schätzungen des BUND alleine in Deutschland auf 40% der Ackerflächen eingesetzt. Doch mittlerweile mehren sich die kritischen Stimmen. So stuft eine Studie der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" ein. Öko-Test hat Rückstände von Glyphosat in Lebensmitteln nachgewiesen, sogar nach dem Backen.

Zudem befeuert der Einsatz von Glyphosat die Vermarktung von gentechnisch veränderten Pflanzen, die mittels eines Enzyms gegen das Gift immun sind. Mais, Raps, Soja und vieles mehr gibt es mittlerweile "Roundup-Ready"! Dabei ist es längst nicht mehr nur Monsanto die Glyphosat einsetzen. Seit die Patente ausgelaufen sind, wurden gemäß dem Umweltinstitut München alleine in Deutschland mehr als 90 glyphosathaltige Produkte diverser Hersteller zugelassen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die industrielle Landwirtschaft. Auch in Produkten für den heimischen Garten kann Glyphosat enthalten sein. Wollen wir wirklich ein Produkt auf unseren Äckern und in unseren Gärten einsetzen, das wahrscheinlich krebserregend ist und zudem nachweislich der Artenvielfalt in unserem Land schadet? Ich denke, diese Frage sollten nicht einige Chemiekonzerne unter sich entscheiden.

Um so erfreulicher ist es, dass ein Europäisches Bürgerbegehren sich dieses Themas angenommen hat, denn schon Ende 2017 wird in der EU erneut entschieden, ob das Pestizid Glyphosat für weitere 10 bis 15 Jahre für die Europäische Union zugelassen wird.

Europäisches Bürgerbegehren gegen die Zulassung von Glyphosat

Bereits 2016 sollte die Nutzung von Glyphosat in der EU für weitere 15 Jahre genehmigt werden. Aufgrund europaweiter Proteste wurde die Entscheidung um 18 Monate vertagt. Erneut soll nun das Krebsrisiko geprüft werden um dann über eine Verlängerung des Nutzungsrechtes für weitere 15 Jahre zu entscheiden. Der Druck seitens der Industrie ist immens. Das Geschäft mit Pestiziden ist ein Milliardenmarkt. Aber sind die Profite von Unternehmen denn ein höheres Gut als unsere Gesundheit und die Bewahrung der Artenvielfalt?

Ein breites Bündnis aus 40 europäischen Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheits-Organisationen hat daher die Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen Glyphosat auf den Weg gebracht. Sie fordern: Keine Wiederzulassung für Glyphosat und transparentere Zulassungsverfahren für Pestizide in der EU! Die EBI benötigt im ersten Schritt eine Millionen Unterschriften. Mehr als 680.000 Stimmen wurden bereits gesammelt. Ziel der EBI ist es, eine Änderung des europäischen Rechts vorzunehmen. Eine erfolgreiche EBI verpflichtet die EU-Kommission, die Forderungen der EBI zu prüfen. Wollen wir wirklich "Versuchskaninchen" sein, bis auch die letzten Zweifel an der Schädlichkeit von Glyphosat für Mensch und Natur beseitigt sind? Ich finde diese Herangehensweise äußerst befremdlich. Nun soll mittels einer EBI dem Einsatz von Glyphosat in der EU ein Riegel vorgeschoben werden.

Wie sich der Einsatz von Glyphosat auf Mensch und Natur auswirkt und dass es auch anders geht, zeigt der Film Code of Survival eindrücklich auf, der im Mai seinen Start in den Kinos hat. Wir zeigen den Film als exklusive Vorpremiere im Agenda 21 Kino am Sonnatg, 23. April um 11.30 Uhr im Casablanca-Kino Nürnberg.

Ich denke, wir sollten alle darüber mitentscheiden, ob ein Pflanzengift in unserem Essen nachweisbar ist? Pestizide gehören, da dürften wir uns alle einig sein, nicht in den menschlichen Körper. "Wahrscheinlich krebserregend", ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber so etwas kommt mir nicht in den Topf! Gemeinsam können wir jetzt ein starkes Zeichen gegen das meistgespritzte Pestizid der Welt setzen! Wenn Sie das auch so sehen, nehmen Sie sich am besten gleich jetzt zwei Minuten Zeit und geben auch Ihrer Stimme in dieser wichtigen Frage Gewicht: Unterzeichnen können Sie die EBI "STOP GLYPHOSAT" entweder online unter https://aktion.bund.net/europäische-bürgerinitiative-gegen-glyphosat oder auf den Unterschriftenlisten, die bis zum 15. Juni 2017 in allen ebl-Märkten ausliegen.

Herzlich grüßt

Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion

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