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Hühner und Gänse vom Demeter-Hof Wendler

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Hühner und Gänse vom Demeter-Hof Wendler

Der Demeter-Hof der Familie Wendler liegt in der wunderschönen Hersbrucker Schweiz. Die Partnerschaft mit ebl begann 1996 mit einem Gespräch mit ebl-Gründer Gerhard Bickel. Damals hatte Bickel Helmut Wendler geraten, von Milchvieh auf Eier umzusteigen, da die Nachfrage für Bio-Eier immer größer werde, es aber zu wenige Bio-Eier in der Region gäbe. Heute strahlt Helmut Wendler, wenn er daran denkt, denn diese Entscheidung hat er nie bereut.

Natürlich war sein erster Kunde damals dann ebl-naturkost – und diese Partnerschaft hält bis zum heutigen Tage an und hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, denn seit ein paar Jahren haben die Wendlers auch Gänse – wieder so eine Idee, die einem gemeinsamen Gespräch der beiden erwachsen war.

Landwirt aus Tradition

Für die Wendlers hat Landwirtschaft eine lange Tradition. Seit vielen Generationen bewirtschaftet die Familie in der Hersbrucker Alb ihr Land. Lange Zeit mit Viehwirtschaft, seit 2012 Jahr gibt es neben den Hühnern auch Gänse, die sie für ebl-naturkost aufzieht. „Damals gab es keine Molkerei für Bio-Milch“, so erzählt mir Helmut Wendler, „und für uns war klar, Bio gehört die Zukunft – Mensch und Natur zuliebe“. Bereits 1995 stellte der Betrieb auf biologisch-dynamische Landwirtschaft um. Da die Perspektiven für die Milchwirtschaft ohnehin nicht rosig waren, wagte der Familienbetrieb einen Neustart. Getragen durch die Abnahmegarantie von ebl-naturkost, haben die Wendlers heute rund 2500 Hühner in zwei Ställen und 400 Gänse auf ihren Weiden. Die ehemaligen Rinderweiden mit ihren Wasserläufen sind für Gänsehaltung bestens geeignet.

Die Gänse der Wendlers sind eine echte Delikatesse. Die Weidegänse dürfen tagsüber in der Herde herumlaufen, schnattern und futtern, was Wiese und Getreidefutter hergeben. Dem entsprechend kann sich ihr Gewicht bei Schlachtreife durchaus gravierend unterscheiden. Das auf dem Flyer angegebene Gewicht von ca. 4 Kilogramm stellt einen aus Erfahrungen mit Rasse und Aufzucht gewonnenen Schätzwert dar, am Ende ist eben jede Gans ein Individuum und keine industrielle Massenware.

Aber noch mal zurück zu den Hühnern. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, was eigentlich mit den Lege­hennen passiert, die keine Eier mehr legen, denn das ist der natürliche Lauf eines Hühnerlebens? In einem herkömmlichen Betrieb werden diese Tiere als Abfall betrachtet, nicht aber so bei unserem Partner! Was Sie diese Woche als Suppenhuhn in Ihrer ebl-naturkost-Filiale in der Tiefkühltheke kaufen können, sind ehemals Wendlers Legehennen gewesen. Ihr Fleisch ist besonders mager und eignet sich eben deshalb besonders gut für eine stärkende Suppe. Perfekt für die kalte Jahreszeit. Probieren Sie es aus, Sie werden staunen wie lecker die schmecken.

Seine Junghühner bezieht Wendler aus dem 30 Kilometer entfernten Junghennen-Aufzuchtbetrieb Schubert in Unterrüsselbach, auch ein Familienbetrieb, auch aus der ebl-Region, der in 3. Generation Landwirtschaft betreibt und natürlich auch demeter-zertifiziert ist. Hier hat sich in der Kooperation zwischen dem Züchter, dem Verarbeiter und ebl-naturkost eine wunderbare Kooperation auf kleinstem Raum entwickelt. Wie es sich für einen Demeter-Betrieb gehört, kommt auch das Futter der Hühner zum großen Teil vom eigenen Hof. Die Richtlinien schreiben hier vor, dass mindestens 50 % des Futterbedarfs am Hof erzeugt werden müssen – das schaffen die Wendlers leicht. Natürlich ist auch das Futter nach Demeter-Richtlinien produziert. Spricht man mit Helmut Wendler, wird schnell klar: Hier ist ein Mensch, der mit beiden Füßen in seiner Heimat verwurzelt ist und kontinuierlich versucht, seine Ideale zu leben. Er will den Nachlass seiner Eltern, die mit auf dem Hof leben, auch der nächsten Generation so übergeben, dass Mensch und Natur hier in Harmonie leben und arbeiten können.

Wenn Sie also demnächst mal einen dieser schönen Herbsttage für eine Wanderung in der Hersbrucker Schweiz nutzen, machen Sie doch einen kleinen Abstecher nach Oberkrumbach und schauen Sie sich selbst einmal um. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber die Wertschätzung für unsere Produkte ist einfach eine ganz andere, wenn wir die Menschen sehen, die diese für uns herstellen und wenn wir das Land, auf dem Futter und Tiere gedeihen, riechen und erwandern können. So wächst wieder Vertrauen und Verbindung zwischen Produzent und Verbraucher.

Herzlich grüßt
Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion

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