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Die Grillsaison ist eröffnet

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    Die Grillsaison ist eröffnet

Die Grillsaison ist eröffnet

Egal ob im eigenen Garten oder in öffentlichen Parks: Sobald die Sonne lacht, zieht es uns hinaus ins Freie, um über dem offenen Feuer unsere Speisen zuzubereiten und dann gemeinsam zu essen, zu musizieren und bis in die Nacht hinein zu plaudern.

Die Gemeinschaft - wer grillt schon alleine - steht dann ebenso wie der Genuss für ein paar Stunden im Mittelpunkt, meistens zumindest. Es gibt allerdings auch Trends, die mir die Freude an diesem Stück Lebenskultur verderben. Dazu gehören in besonderer Weise die Einweggrills, die gerade in den Parks nach getaner Feier zurückbleiben. Dabei gibt es auch für die Freunde mobiler Grillevents durchaus ökologisch sinnvolle Alternativen und das nicht nur beim Grill. Auch bei der Kohle haben wir die Wahl. Und längst ist Grillen nicht mehr nur den Fleischessern vorbehalten. Auch für Vegetarier und Veganer gibt es tolle Grillrezepte.

"Mehrweg" auch beim Grillen

Es gibt viele gute Gründe, warum wir auch beim Grillen im Park keine Einweggrills verwenden sollten. Sie sind nicht nur ökologisch bedenklich, sondern auch noch gesundheitlich. Fast alle Einweggrills werden aus Aluminium hergestellt.Die Produktion von Aluminium ist höchst problematisch und verursacht Schäden an Mensch und Umwelt. Obendrein ist der Energieaufwand für die Herstellung - und das Recycling - von Aluminium enorm. Wenn etwas unter solchen Rahmenbedingungen produziert wird, dann sollte dies mehr Nutzen erzeugen, als nur einmalig unser Grillgut zu befeuern. Zudem gibt es wirklich gute Alternativen, wie z. B. einen Grilleimer. Wir selbst haben einen kleinen Klappgrill zu Hause, der sich wunderbar transportieren lässt.

Auch bei der Grillkohle gibt es mittlerweile eine Vielzahl ökologisch sinnvoller Varianten. Bei ebl-naturkost finden Sie beispielsweise die OlioBrics, die aus Oliven-Trester in Griechenland hergestellt werden. Die Olio Brics enthalten kein Holz. Trester sind Pressrückstände, die bei der Herstellungvon Olivenöl übrig bleiben, und werden zunächst verwendet, um Kalkstein auszubrennen. Aus dem ausgebrannten Kalk entsteht in gemahlener Form Dünger für die Landwirtschaft und mit Wasser versetzt entsteht daraus die weiße Farbe für den isolierenden Anstrich der Häuser in Griechenland. Beim Ausbrennen der Kalksteine entsteht verkoktes Material. Dieses wird mit dann mit veganer Stärke und Wasser gemischt und zu OlioBrics gepresst. Eine tolle Idee, die zudem noch ohne Qualm entzündbar ist. Es gibt mittlerweile auch Alternativen aus Weinreben oder Kokosnussschalen. Wenn wir trotzdem zu Holzkohle greifen, dann sollten wir FSC- oder Naturland-zertifizierte Kohle möglichst aus heimischen Hölzern kaufen. Auch bei den Grillanzündern gibt es jede Menge ökologisch sinnvoller und gut funktionierender Varianten, die chemische Anzünder ersetzen können. Auch hier sollten wir auf Produkte mit dem FSC-Siegel zurückgreifen. Grillanzünder lassen sich aber auch relativ einfach z.B. aus Eierkarton, Sägespänen und Wachs selbst herstellen (dazu gibt es eine Reihe von Erklär-Videos im Internet).

Darf's Fleisch, Fisch oder Veganes sein?

Auch in unserer Familie sind nicht alle Fleischesser. Für uns ist also klar: wenn gegrillt wird, liegt nicht nur Fleisch auf dem Grill. Beim Fleisch aber gilt für uns natürlich: 100 % Bio, möglichst aus der Region, also beispielsweiseaus der ebl-Metzgerei. Auch wer gerne mal frischen, regionalen Bio-Fisch gegrillt genießen möchte, wird in den ebl-Märkten fündig. Beim Gemüse kaufen wir, wenn möglich, auch regional und mit der Saison, natürlich Bio. Längst vorbei sind erfreulicherweise die Zeiten, wo Veganer oder Vegetarierinnen sich ans Salatbuffet halten mussten. Unsere Lieblingsvariante sind Gemüse-Spieße, auch mal mit Tofu.

Dass Grillen auch ohne Fleisch richtig Spaß machen kann, beweist Xenia Mohr vom Bluepingu Stadtgarten in Nürnberg mit ihren veganen Grillkursen.Dieser Grillkurs ist einer der wenigen Kochkurse, wo Männer in der Überzahl sind, wie sie mit mir einem Schmunzeln berichtet. Sie empfiehlt beispielsweise frische Burger aus Kidneybohnen. "Hülsenfrüchte enthalten wertvolles pflanzliches Eiweiß", so Mohr. Weitere tolle Rezeptideenvon Xenia Mohr finden Sie unter www.stadtgarten-nuernberg.de/bbq-kochworkshop-vegan-grillen

Egal ob mit oder ohne Fleisch: Grillen mit Freunden, danach am Feuer sitzen und den Tag gemeinsam gemütlich ausklingen lassen ist für mich ein Stück Lebensfreude! Mit etwas Achtsamkeit geht das auch öko-logisch!

Herzlich grüßt

Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion

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