Die Gewissheit, Bio zu kaufen
Öko-Siegel
Woran Sie Bio-Ware erkennen
Bei Öko-Siegeln haben Sie die Gewissheit, Bio-Produkte zu kaufen
Denn alle Siegel garantieren:
- Keine Gentechnik bei Produktion und Verarbeitung: Das gilt ausnahmslos.
- Lebensmittel, die ohne chemische Pflanzenschutzmittel, Wachstumsförderer oder Düngemittel produziert wurden. Bei den Fachverbänden ist meist sogar konventionelles Tierfutter verboten und Bio-Futter vorgeschrieben, bei Demeter sogar überwiegend aus eigenem Anbau.
- Produkte, die ohne Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Bestrahlung verarbeitet wurden. Bio-Erzeugnisse sind purer Natur-Geschmack, denn sie enthalten weniger Wasser und mehr Nährstoffe. Bei ihnen finden Sie keine Gelier-, Verdickungs- oder Feuchthaltemittel, die zum Binden von Flüssigkeiten in Lebensmitteln dienen. Und auch biologisch angebautes Obst und Gemüse ist nährhaltiger als konventionelles, das stark gedüngt wird, und deshalb mehr Wasser aufnimmt.
- Eine Landwirtschaft, die Tiere und Pflanzen, ihre Vielfalt und die Umwelt besonders berücksichtigt.
- Artgerechte Tierhaltung, mit genug Auslauf, Bewegungsmöglichkeiten und ohne Käfighaltung. Den Tieren wird ausreichend Zeit zum Wachsen gelassen. Da sie ausreichend Platz haben, ist das vorbeugende Verabreichen von Medikamenten wie Antibiotika überflüssig – und untersagt. Bei Krankheit kommen zuerst pflanzliche und homöopathische Mittel zum Einsatz, selbstverständlich darf ein krankes Tier nicht verarbeitet werden.
- Die Förderung möglichst regional angepasster, robuster und bewährter Pflanzenarten und Zuchtrassen und die Förderung nützlicher Insekten und Schädlingsvertilger, wodurch auf natürlichem Wege Schädlinge bekämpft werden.
- Eine begrenzte Anzahl von Tieren auf der Fläche, so dass keine überschüssige Gülle entsteht und das Grundwasser nicht durch Nitrat verseucht wird.
- Lebensmittel, deren Erzeugung und Verarbeitung regelmäßig streng kontrolliert wird.
- Jeder, der Bio-Lebensmittel oder -Futter erzeugt, verarbeitet, importiert oder damit handelt, muss sich einem strengen Kontrollsystem unterwerfen. Amtlich zugelassene und staatlich überwachte Stellen überprüfen mindestens einmal jährlich alle Betriebe, zusätzlich kontrollieren die jeweiligen Verbände ihre Mitglieder.
- Eine möglichst regionale Vermarktung und kurze Wege für Lebensmittel und bei notwendigen Tiertransporten.
Bio gleich bio? Der Unterschied zwischen Verbänden und EG-Bio
Bio ist nicht gleich bio. Es gibt insbesondere in der Landwirtschaft große Unterschiede zwischen Bio-Produkten, die nach der EG-Verordnung erzeugt werden, und solchen, die Verbands-Richtlinien folgen. Hier ein paar Beispiele:
- Die EG-Bio-Verordnung erlaubt das Nebeneinander von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft in einem Betrieb, Die Richtlinien der Verbände sehen vor, dass der ganze Hof ökologisch bewirtschaftet wird.
- Die Verbände erlauben gar kein konventionelles Futtermittel oder nur unter bestimmten Bedingungen in geringen Mengen als Ergänzung. Die EU lässt verschiedene konventionelle Futtermittel zu. In unserer Bio-Metzgerei werden übrigens nur Tiere verarbeitet, die nach den Richtlinien eines Öko-Verbandes aufgezogen wurden.
- Die zugelassene Anzahl von Tieren bei Schweinen und Hühnern pro Hektar ist nach der EG-Verordnung deutlich höher als nach Verbands-Richtlinien.
- Bio-Bauern, sie sich am EU-Recht orientieren, dürfen Gülle und Jauche aus konventionellen Betrieben einsetzen, Verbandsbauern nicht.
- Die EG-Verordnung erlaubt Enzyme und natürliche Aromen, die Verbände nicht.
Demeter
Demeter ist der älteste unter den Bio-Anbauverbänden (seit 1928) und wurde aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaftsbewegung gegründet. Demeter entwickelt seit über 80 Jahren eine lebendige Agrarkultur nach anthroposophischen Grundlagen von Rudolf Steiner. Alles, was im Öko-Hof verwendet wird, muss auch von diesem stammen. Tiere werden nicht nur art- sondern auch wesensgerecht gehalten. Diese sehr nachhaltige Wirtschaftsweise garantiert höchste Bio-Lebensmittelqualität. Demeter ist international tätig und hat sich als Verband die höchsten Auflagen von allen Öko-Verbänden auferlegt.
Mehr Infos unter www.demeter.de
Bioland
Die Gemeinschaft Bioland e.V. wurde in den 1970er Jahren in Baden-Württemberg gegründet und ist inzwischen führender biologischer Anbauverband in Deutschland. Bioland arbeitet organisch-biologisch und setzt vorwiegend auf die Regionalität der Produkte. Ca. 5.000 Biobauern und über 800 Lebensmittelhersteller, wie z.B. Bäckereien und Metzgereien, Molkereien, Brauereien und Safthersteller arbeiten derzeit nach Bioland-Richtlinien. Inzwischen haben sich auch Hotels und Restaurants dem Verband angeschlossen.
Mehr Infos unter www.bioland.de
Biokreis
Der Verband für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung wurde 1979 als „Biokreis Ostbayern“ von Bauern und Verbrauchern in Passau gegründet. Ziel ist es, in ländlichen Gegenden zum Öko-Anbau zu motivieren, regionale Netzwerke zwischen Bio-Bauern und ökologischen Lebensmittelverarbeitern zu fördern. Weiterhin sollen die Verbraucher rund um den biologischen Anbau und eine gesunde Ernährung und Lebensweise informiert werden. Aktuell sind ca. 800 landwirtschaftliche Betriebe, 80 Verarbeiter und 200 Verbraucher organisiert.
Mehr Infos unter www.biokreis.de
Naturland
Naturland versteht sich als basisdemokratischer Bauernverband und ist global im ökologischen Landbau engagiert. Mit weltweit über 50.000 organisierten Bauern ist er einer der größten Öko-Anbauverbände überhaupt. Er unterstützt international vor allem Kleinbauernfamilien. Naturland vergibt seine Siegel auch in Bereichen, die von den EG-Ökorichtlinien nicht abgedeckt sind, wie Bio-Aquakulturen, ökologische Waldnutzung, Textilherstellung und Kosmetik. Der Verband engagiert sich auch in sozialer Verantwortung und Fair Trade.
Mehr Infos unter www.naturland.de