Im Rahmen der Bio-Erlebnistage wurde Nürnberg vergangenen Samstag als "Fairtrade-Stadt" ausgezeichnet. TransFair Vorstand Heinz Fuchs überreichte die Urkunde persönlich an OB Dr. Ulrich Maly.
Um diese Auszeichnung zu bekommen, musste Nürnberg 5 Kriterien erfüllen. Schulen, Vereine und Gemeinden sollen verstärkt Fairtrade Produkte nutzen. Auch die Stadt wird in Sitzungen fairen Kaffee und Tee trinken. Eine Steuerungsgruppe bestehend aus Bluepingu e.V., der Lorenzer Laden, das Fenster zur Welt, Mission Eine Welt und die Stadt Nürnberg treibt die Arbeit voran.
Die Kampagne Fairtrade-Towns wird von TransFair getragen und bringt unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft aus aller Welt zusammen.
Warum Fairtrade?
Die Orangen für unseren Orangensaft stammen meist aus Brasilien, der Kakao für die Schokolade stammt aus Afrika und mehr als 40 % unserer Textilien werden in Lateinamerika, Asien oder Osteuropa produziert. Bei Kaffee beispielsweise leben mehr als 100 Millionen Menschen von Produktion, Verarbeitung und Vertrieb der braunen Bohnen.
Fairtrade sorgt dafür, dass die Produzenten dieser Produkte fair bezahlt werden, auf gesunde Arbeitsbedingungen geachtet wird und auch Sozialstandards etabliert werden.
Spätestens seit der Diskussion um die Milchpreise für unsere Bauern ist das Thema aber auch hier in Deutschland angekommen. Faires Handeln fängt eben nicht erst in den Entwicklungsländern an. Auch wir können in Nürnberg und der Region einen Beitrag leisten. In über 100 Geschäften, natürlich auch in allen ebl-Märkten, und mehr als 50 gastronomischen Betrieben in Nürnberg werden heute schon fair gehandelte Produkte angeboten.
Fragen Sie nach!
Wenn wir beim Einkauf auf das Fairtrade Siegel achten, helfen wir mit, dass Kinderarbeit und Ausbeutung aus dem Alltag vieler Menschen verschwinden. Aber auch vor unserer Haustüre können wir dazu beitragen, dass wir fair mit unseren Mitarbeitern, Kollegen, Mitmenschen usw. umgehen. Auch das gehört zu einer Fairtrade Stadt und wir können das gemeinsam Wirklichkeit werden lassen.
Übrigens, dass Fairtrade-Siegel gibt es nicht nur bei Lebensmitteln. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Produkten, wie z.B. Teppiche, Blumen, Fußbälle und vieles mehr.
Helfen sie mit, damit Nürnberg seinen Titel auch wirklich verdient!
Frank Braun von BluePingu für die ebl-Redaktion