Kaum ein Lebensbereich hat sich so radikal verändert, wie unser Mobilitätsverhalten! Entfernungen schrumpfen angesichts immer schnellerer Verkehrsmittel. Reisen nach New York oder London für ein Wochenende, kein Problem. Die Welt ist in unseren Köpfen zum Vorort geworden, kein Platz scheint mehr unerreichbar.
Auch im Alltag hat sich vieles verändert. In Nürnberg leben und München arbeiten, ist dank der schnellen ICE Verbindung für viele eine echte Alternative geworden. Auf dem Land leben und in der Stadt arbeiten ist heute Realität, wie die morgendlichen Staus auf den Zufahrtsstraßen nach Nürnberg täglich zeigen. Tausende von Kilometern legt jeder von uns in dieser "Highspeed" Gesellschaft im Schnitt jährlich auf Schiene, Autobahn und in der Luft zurück! Die gewonnene Freiheit hat aber auch ihren Preis! Ca. 20 % der Treibhausgasemissionen stammen in Deutschland aus dem Verkehrssektor, von anderen Folgen für die Lebensqualität ganz zu schweigen.
Und Sie?
Noch haben wir die Chance, selbst zu entscheiden, wie wir mit kleinen Schritten einen Beitrag zu einem zukunftsfähigen Mobilitätskonzept leisten können. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten! Drei davon wollen wir heute vorstellen und sie zum mitmachen einladen:
- 1. Für Pendler: Mehr als 50 % aller in Nürnberg beschäftigten Arbeitnehmer kommen von außerhalb in die Stadt, Tendenz steigend, in Erlangen sind es fast 70 %. Dabei ist die Mehrzahl der Fahrzeuge nur mit einer Person besetzt. Jetzt gibt es für den Großraum Nürnberg eine Mitfahrzentrale speziell für Pendler. Wenn jeder nur einen Mitfahrer findet, würde dies Verkehr und Umwelt enorm helfen! Sie können ganz einfach unter folgendem Link Mitfahrer suchen oder selbst Mitfahrgelegenheiten anbieten: www.nuernberg.mifaz.de
- 2. Für Kurzstrecken: Kurzstreckenfahrten bilden einen Großteil unserer Fahrten mit dem Auto. Dabei ist sowohl der Verschleiß des Fahrzeugs als auch der Spritverbrauch auf den ersten Kilometern am höchsten. Ein Umsteigen auf das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel hält uns und die Umwelt gesund. Sehr inspirierend finden wir den Kurzstreckenführerschein der Kampagne "Kopf an, Motor aus", um hier mal Inventur zu machen: www.kopf-an.de
- 3. Carsharing: Das Auto zu teilen, ist für viele noch ein schwieriger Gedanke, aber es ist sicherlich wert, auch hier mal die Gründe zu hinterfragen. Warum nicht ein Auto mit Anderen teilen? Das Carsharing Netz der Deutschen Bahn bietet hier in den Städten der Region eine echte Alternative! Einfach mal reinschauen unter: www.dbcarsharing.de
Frank Braun von BluePingu für die ebl-Redaktion