Der Welterschöpfungstag, global bekannt als der "Earth Overshoot Day", war dieses Jahr am 21. August. An diesem Tag wurden rechnerisch alle Ressourcen verbraucht, die wir der Erde dauerhaft entnehmen können, ohne Raubbau zu betreiben. 2009 war der Welterschöpfungstag noch der 25. September gewesen. Unser Schuldenberg wächst beständig, auch hier!
Errechnet wird der Welterschöpfungstag durch eine komplexe Formel, welche die Biokapazität unseres Planeten (also die Ressourcen, die wir der Erde dauerhaft entnehmen können, ohne Raubbau zu betreiben) durch den ökologischen Fußabdruck der Weltbevölkerung (die Summe der von uns verbrauchten Ressourcen) teilt. Nicht nur im Finanzwesen leben wir also auf Pump. Langfristiges Denken fällt zunehmend dem kurzfristigen Gewinnstreben zum Opfer, auch beim Klimaschutz.
Unser Handeln kann helfen
Den großen Nettoverbrauchern der westlichen Hemisphäre – also auch uns hier in Deutschland – kommt die Verantwortung zu, mit gutem Beispiel voranzugehen. Denn nur, wenn wir selbst die Bereitschaft zeigen, diesen Raubbau zu stoppen, werden wir andere davon überzeugen können, Gleiches zu tun. Es ist wichtig daran zu glauben, dass unser Handeln an diesen großen Dingen etwas ändern kann – jede Veränderung beginnt im Kleinen. Als Wähler, als Eltern, als Mitarbeiter und als Konsument, um nur einige unserer Hebel zu nennen, haben wir dazu vielfältige Möglichkeiten, denn jeder noch so kleine Beitrag zählt!
Drei Möglichkeiten, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren
- Lassen Sie das Auto öfter stehen, besonders für Strecken, die kürzer als drei Kilometer sind.
- Steigen Sie um auf Ökostrom.
- Und nicht zuletzt, essen Sie gute Bio-Lebensmittel, am Besten aus regionaler Erzeugung!
Es sind die kleinen Dinge, die, wenn wir sie alle beherzigen, den großen Unterschied machen!
Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion