Es ist kaum zu glauben, aber erst seit dem 1. Juni haben wir meteorologischen Sommeranfang, auch wenn es gefühlt schon jetzt mehr Sonnenstunden gab, als im gesamten vergangenen Jahr.
Sicherlich hat der überaus wohlig warme Start ins Frühjahr auch bei Ihnen schon ein wenig Urlaubsvorfreude aufkommen lassen. Beim recherchieren werden Sie feststellen, das sich erfreulicherweise auch rund ums Reisen ein beständig wachsendes Angebot gebildet hat, das neben dem Spaßfaktor für die Reisenden auch die Umwelt und die Menschen vor Ort im Blick hat. Gerade letzteres scheint mir wesentlich, denn was gibt es schöneres, als allerorts lachende Gesichter, wenn wir uns dann irgendwann wieder auf den Heimweg machen müssen.
Damit das am Ende auch Realität wird, gilt: je kleiner unser Fußabdruck, den wir hinterlassen, desto besser. Da können wir viel beitragen. Angefangen von der Anreise, über die Wahl des Quartiers bis hin zu den Exkursionen, die wir möglicherweise vor Ort unternehmen. Ich denke, welche Reiseziele Sie ins Auge fassen, ist eine Entscheidung, die können Sie nur selbst treffen. Wenn es mit dem Flugzeug sein muss, dann möchte ich Ihnen ans Herz legen, den verursachten Schaden durch eine Kompensation bei www.atmosfair.de oder anderen Anbietern auszugleichen. Hierbei geht es darum, den errechneten CO2 Ausstoß während der Reise, über eine Spende für Aufforstungsprojekte auszugleichen. Auch wenn hierzu immer wieder der Vorwurf laut wird, das dies eine Art moderner Ablasshandel ist (stimmt!), aber es ist trotzdem besser als nichts zu tun und hilft Flug-, Auto- und Bahnkosten etwas vergleichbarer zu machen.
Mit der Wahl der Unterkunft können wir beim Klima- und Bewusstseinswandel vor Ort mithelfen. Je mehr wir als Entscheidungskriterium bei unserer Anfrage mit einfließen lassen, ob z. B. Ökostrom verwendet wird, bio und fair auf der Speisekarte zu finden ist und ein autofreies Erkunden vor Ort ermöglicht wird, desto stärker wird sich die Touristikbranche vor Ort an die Wünsche der Kunden anpassen. Auch Kleinigkeiten wie der Verzicht auf den täglichen Tausch der Handtücher oder kleine Einmalbehälter für Milch und Shampoo helfen dabei, unseren Fußabdruck vor Ort so sanft und klein wie möglich werden zu lassen. Am Ende sollte das Ziel sein, dass der Ort den wir besucht haben, nach unserer Abreise genauso sehenswert ist, wie bei unserer Ankunft.
Wie so oft sind es auch hier die kleinen Dinge, mit denen wir einen spürbaren Beitrag für Mensch und Natur vor Ort leisten können. Der bekannte, mittlerweile verstorbene Tierforscher Bernhard Grzimek hat einmal gesagt: „Der Einzige, der einen Ozelotpelz wirklich braucht ist das Ozelot“. Wie wahr! So ist es im Urlaub wohl mit vielen Dingen.
Wer es vorzieht, seine Urlaubszeit in heimischen Gefilden zu verbringen, dem sei schon einmal verraten, dass wir im August an dieser Stelle jede Woche einen kleinen Reisetipp in der Region vorstellen werden, denn unser Franken hat viel zu bieten, für jeden Geschmack und jedes Wetter. Mehr dazu dann im August!
Bis dahin wünsche ich Ihnen eine sonnige Zeit.
Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion