Nicht nur die Wiesen, Sträucher und Bäume blühen in diesen Wochen auf, auch auf den Feldern in der Region tut sich was. Spargel, Rhabarber und Co. bereichern nun wieder die lokale Speisekarte und machen es uns leicht, unseren Speiseplan mit der Saison wieder vielfältiger und gesünder zu gestalten. Wer dabei sich und der Umwelt einen Gefallen tun will, der könnte gerade in diesen "fetten" Monaten seine Speisekarte auch immer wieder mal fleischlos gestalten. Vegetarische Öko-Kost ist sowohl für die Umwelt als auch für uns gesünder, aber damit verrate ich Ihnen wahrscheinlich kein Geheimnis.
Es gibt gute Gründe, sich ausgewogen, also auch mal fleischlos, zu ernähren. Ob es die eigene Gesundheit, der Umwelt- oder Tierschutz ist, das Sie bewegt, ab und an mal vegetarisch zu essen, jetzt ist definitiv die richtige Zeit um diesen Vorsatz in die Tat umzusetzen. Sie müssen ja nicht gleich Vollzeit-Vegetarier werden. Wie so oft im Leben, so gilt auch hier, lieber kleine Schritte gehen, aber dafür das Ziel erreichen, denn sonst sind Sie nur frustriert, wenn Sie am 2. Tag Ihres "Ich werde Vegetarier"-Versuchs schwach werden. Mein absoluter Favorit, gerade im April/Mai, ist der Spargel. Ob ganz klassisch serviert oder im Gemüseragout oder Salat, Spargel ist definitiv eine Bereicherung eines jeden Speiseplans in dieser Jahreszeit, die mich Fleisch ganz ohne Sehnsucht vergessen lässt.
Fangen Sie mit einem Veggie-Tag an
Ich hatte vor gut einem Jahr schon einmal über die weltweit um sich greifende Idee eines Veggie-Tages berichtet. Das geht ganz einfach und setzt ein kleines Zeichen, mit dem wir zum Ausdruck bringen, dass für uns Gesundheit, Klimaschutz und Tierschutz unterstützenswerte Themen sind. Sie kommen möglicherweise dadurch auch mit Ihren Kindern, Freunden und Kollegen ins Gespräch, und geben vielleicht den nötigen Impuls, der auch andere bewegt, zu handeln.
Wie heißt es so schön: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es". Das Veggie-Day Bündnis Nürnberg hat mittlerweile auch einen Vegetarischen Stadtplan online gestellt, der einladen will, auch das reichhaltige gastronomische Angebot einmal auszuprobieren. Sie finden den Stadtplan unter nuernberg.donnerstag-veggietag.de/vegetarischer-stadtplan-nurnberg/ zum Download. Auch bei Behörden und Firmen in der Region hat die Idee eines Veggie-Days bereits Impulse gesetzt. So hat ein großes Elektrounternehmen in der Region einen Terra Tag eingeführt. An diesem Tag gibt es in den Kantinen deutschlandweit ein vegetarisch ausgerichtetes Angebot unter dem Motto "Weniger Fleisch = Mehr Nachhaltigkeit". Auch in den Mensen der Universität und bei den Johannitern wurden seit meinem letzten Bericht Veggie-Tage eingeführt. Sie sehen, es tut sich was – dank engagierter Bürger, die dort, wo sie leben, Impulse geben und solche kleinen Veränderungen anstoßen. Stellen Sie sich vor, jede Familie und jeder Betrieb würden auch nur einmal im Monat einen solchen Veggie-Tag einführen, dann wird aus einer kleinen Idee ein großer Erfolg für Mensch und Umwelt.
Es ist immer wieder faszinierend und begeisternd, wie sich solch kleine, eigentlich scheinbar triviale Ideen wie ein Lauffeuer mühelos rund um den Globus verbreiten und mehr und mehr Menschen zum Mitmachen animieren. Im englischsprachigen Raum ist es der "Meatless Monday", im deutschen Raum hat sich der "Vegetarische Donnerstag" eingebürgert, aber letztlich spielt der Tag keine Rolle. Wenn wir verstanden haben, worum es geht, dann werden wir auch jede Woche den für uns passenden Tag für unseren persönlichen Veggie-Tag finden.
Herzlich grüßt
Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion