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Im Dschungel der Bio-Siegel

Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin! Das wollen die Bio-Kennzeichnungen auf Lebensmitteln dem bewussten Verbraucher sagen. Doch was hat es mit der Vielzahl an Bio-Siegeln auf sich? Was sagen die Kennzeichnungen über die Qualität der Produkte aus? Als Verbraucher können Sie da leicht den Überblick verlieren. Wir möchten Ihnen einen kleinen Wegweiser durch den Dschungel der Bio-Siegel geben.

Was sind Bio-Anbau-Verbände?

Ein großer Teil unseres Produktsortiments trägt die geschützten Waren¬zeichen von Demeter, Bioland, Biokreis oder Naturland – den wohl be¬kanntesten Öko-Anbauverbänden. Das bedeutet, dass die Herstellerbe¬triebe dem jeweiligen Verband angeschlossen sind. Sie produzieren nach dessen strengen Anbau- und Verarbeitungsrichtlinien, die weit über die Kriterien der EG-Öko-Verordnung hinausgehen. Über 90% der deutschen Bio-Höfe sind übrigens in Verbänden organisiert.

Welche Bio-Kontrolle kommt vom Staat?

Für alles gibt es staatliche Verordnungen, Maßstäbe und Regelungen – so auch im Biobereich. 1993 hat die EU sich auf einen Mindeststandard im Bereich ökologischer Landbau geeinigt, der EU-weit einheitlich gilt.

In Deutschland führte die damalige Verbraucherministerin Renate Künast 2001 das sechseckige, grüne Bio-Siegel ein. Daran erkennen Sie hierzulande Lebensmittel, die den Richtlinien der EG entsprechen. Seit 2005 ist die Bezeichnung „Bio“ (in der jeweiligen Landessprache) in ganz Europa geschützt.

Viele Öko-Hersteller und wir als Bio-Markt finden diese EU-Bestimmun¬gen als gemeinsame Basis gut. Die Vorgaben der EG-Öko-Verordnung sind ein erster und wichtiger Schritt. Die Vorreiter sind aber die Bio- Anbauverbände mit ihren eigenen Richtlinien, die weitaus strengere Vorgaben beinhalten, als es die EU vorsieht. Sie leisten seit Jahrzehnten wichtige Entwicklungsarbeit im Bereich der biologischen Landwirtschaft. Bei Lebensmitteln, die das Siegel eines dieser Anbauverbände tragen, handelt es sich um Bio-Produkte mit einem Mehr an Qualität, Nachhal¬tigkeit und Umweltschutz.

Bio ist nicht gleich Bio! Wofür stehen die bekanntesten Siegel?

Das deutsche Bio-Siegel nach den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung bietet einen Mindeststandard für Bio-Produkte und artgerechte Tierhaltung. 95% der Zutaten der verarbeiteten Lebensmittel müssen aus biologischem Anbau stammen. Verboten sind radioak¬tive Bestrahlung, gentechnische Veränderung, künst¬liche Pflanzenschutz- und Düngemittel, Fütterung mit Antibiotika und Wachstumsmitteln. Erlaubt ist aber beispielsweise konventionelles Futter sowie der Zusatz von Nitritpökelsalz bei der Verarbeitung und zum Teil konventionelle Hofnutzung.

Diese Regelungen gelten für Bauernhöfe, die von Bio- Anbau-Verbänden zertifiziert sind sowieso. Darüber hinaus wirtschaften sie entsprechend den jeweiligen Verbands-Richtlinien nach einem ökologischen Kreis¬laufprinzip. So müssen zum Beispiel Saatgut, Futter etc. aus Bio-Anbau stammen, am besten vom eigenen Hof. Zusätzliche konventionelle Nutzung ist tabu. Ebenso verboten sind umstrittene Verarbeitungszusät¬ze wie beispielsweise Nitritpökelsalz und Phosphat.

Wir bei ebl legen Wert auf höchste Bio-Qualitäts- Standards. Deswegen bieten wir Ihnen am liebsten Lebensmittel an, die von einem der Öko-Verbände nach strengen Richtlinien zertifiziert sind.

Mehr zu den einzelnen Siegeln finden Sie hier.



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