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Herbizidfund in türkischen Bio-Linsen

In Bio-Linsen aus der Türkei wurden Ende Februar 2011 Rückstände des Herbizids Glyphosat gefunden.

Vorsorglich wurde sofort nach Bekanntwerden der Belastungen ein Verkaufsstopp für alle Bio-Linsen aus der Türkei verhängt und die Ware vom Markt genommen.

Der türkische Exporteur, die deutschen Importeure, die zuständigen Öko-Kontrollstellen und die deutschen Verarbeiter der Linsen klären zur Zeit intensiv, welche Partien betroffen sind und wie es zu den Verunreinigungen kommen konnte. Dazu läuft vor Ort in der Türkei eine breit angelegte Untersuchung, und es sind in großem Umfang Proben verschiedener Linsenpartien und Böden zur Untersuchung gegeben worden. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat die Vermarktungsgenehmigung für türkische Bio-Linsen ausgesetzt.

Glyphosat ist ein sogenanntes Totalherbizid. Es vernichtet alle Unkräuter und Gräser, die damit besprüht werden, und wird in der konventionellen Landwirtschaft breit verwendet. Im Bio-Landbau sind Totalherbizide selbstverständlich streng verboten.

Nach aktuellem Kenntnisstand besteht keine Gesundheitsgefahr durch den Verzehr eventuell betroffener Linsen oder Linsenprodukte. Der gesetzliche Glyphosat-Grenzwert für konventionelle Linsen beträgt 0,1 mg/kg. In einigen Linsenpartien wurden zwar höhere Rückstände nachgewiesen, die duldbare tägliche Aufnahmemenge (der nach strengen wissenschaftlichen Kriterien unter Vorsorgeaspekten festgelegte so genannte ADI-Wert, acceptable daily intake) wird aber dennoch nicht überschritten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BNN Herstellung und Handel e.V.



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