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Good Food, Bad Food

Pünktlich zum neuen Jahr haben wir auch schon wieder unseren ersten Lebensmittelskandal in 2011. Verbotene Futtermittel, die aus billigerem, aber eben leider mit Dioxin belasteten Industriefetten produziert wurden, sind in diversen deutschen Legehennen- und Putenmastbetrieben verfüttert worden und dann auf dem Teller der Verbraucher gelandet. Bio-Lebensmittel sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht betroffen, denn Betriebe, die einem der deutschen Öko-Verbände angehören, dürfen grundsätzlich keine konventionellen Pflanzenöle einsetzen. Die Eier- und Fleisch-Lieferanten von ebl-naturkost gehören alle einem anerkannten deutschen Öko-Verband (z.B. Demeter, Bioland, Biokreis, Naturland) an.

Geiz ist eben doch nicht geil

Passend dazu startet am 20.1. der Film "Good Food, Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft" in den deutschen Programmkinos. Regisseuerin Coline Serreau will denen Gehör verschaffen, die mit ihren Überlegungen nicht nur den Finger in die Wunde legen (davon haben wir genug), sondern darüber hinaus nach Alternativen suchen und diese auch umsetzen.

So berichtet der Film unter anderem von Vandana Shivas experimentellen Bauernhöfen in Indien und von Landwirten der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine. Alle Beispiele eint das Ziel, die Bodenqualität wieder zu verbessern und die Saatenvielfalt wieder herzustellen – zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel.

Wir brauchen einen Wertewandel

Die Protagonisten des Films stehen für den dringend nötigen Wertewandel, den wir nur als Gesellschaft gemeinsam erreichen können. Wenn wir wollen, dass Skandale, wie der oben beschriebene aus unserem Alltag verschwinden, ist ein Umdenken auch bei uns nötig. Solange Wachstum und Preiskampf unser wirtschaftliches System bestimmen, wird es immer wieder zu Grenzüberschreitungen und Skandalen kommen.

Hier gilt es seitens der Verbraucher auch durch unser Konsumverhalten klare Zeichen zu setzen. Die Rahmenbedingungen des Marktes zu bestimmen und somit den Veränderungsprozess für einen Wertewandel anzustoßen ist letzlich Aufgabe von Wirtschaft und Politik. Es gibt schon viele positive Beispiele und in fast allen Branchen echte Alternativen, die Umwelt, Produktion und Konsum in besseren Einklang bringen können. Dieser Film macht Mut um weiter selbst auch durch kleine Schritte einen Beitrag zu leisten.

Zur Premiere am 20.1. im Filmhauskino in Nürnberg wird im Anschluss an den Film eine Podiumsdiskussion mit Experten aus den Bereichen Landwirtschaft, Umweltschutz und ökologisch korrekte Ernährung geben. Der Film läuft vom 20.1. bis zum 2.2. täglich im Filmhauskino.

Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion



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