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Gedanken zum Jahreswechsel

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze zum neuen Jahr. Rauchen aufhören, 10 Kilo abnehmen, täglich joggen .... Ich denke, jedem von uns würde leicht etwas einfallen, was wir gerne ändern möchten. Der Jahresbeginn bietet eine schöne Symbolik, um selbst Neues zu wagen. Aber warum sollte uns Veränderung zum Jahreswechsel leichter gelingen? Letztlich bietet uns jeder Tag die Chance, ausgetretene Pfade zu verlassen.

Aber es ist eben nicht so einfach, einmal antrainierte Gewohnheiten zu ändern. Dies wurde gerade erst wieder auch in der großen Politik beim Klimagipfel in Cancun sehr deutlich. Dort erwartet jeder den ersten Schritt vom Anderen, ehe man selbst bereit ist, Zugeständnisse zu machen. Einzig die Staaten, die selbst Opfer der steigenden Meeresspiegel sind, sind bereit, weitergehende Einschnitte in Kauf zu nehmen.

Vielleicht können wir den Start ins neue Jahr nutzen, um selbst mit einem guten Beispiel voran zu gehen und damit deutlich zu machen, dass wir bereit sind, einen Beitrag zu einem zukunftsfähigen Gesellschaftsmodell zu leisten.

Machen wir 2011 zum Jahr der kleinen positiven Veränderungen

Es gibt für jeden von uns eine Vielzahl von Möglichkeiten, einen positiven Beitrag zu einem nachhaltigen Miteinander zu leisten. Nehmen Sie sich aber nicht zu viel vor, gehen Sie kleine machbare Schritte – dafür aber kontinuierlich. Denn kleine Erfolge machen uns Mut, weitere Schritte zu machen! Suchen Sie sich ein Thema aus, das Ihnen am Herzen liegt.

Wie wäre es beispielsweise mit dem Thema Ernährung ?

Mögliche Schritte könnten hier beispielsweise ein wöchentlicher „Fleischlos Tag“ oder die Rückkehr zu einer Küche, die sich stark an der Saison von Obst und Gemüse orientiert, sein.

Im Bereich Mobilität wäre ein guter Neujahrsvorsatz, für Strecken unter 3 Kilometern nur noch in Notfällen das Auto zu benutzen.

Im Bereich Energie sind naheliegende Maßnahmen der Umstieg auf Ökostrom, das Umrüsten der Wasserhähne mit wassersparenden Aufsätzen oder das Reduzieren der Heiztemperatur um 1 Grad usw.

Das Feld der Möglichkeiten ist weit und sollte auch immer zu Ihrer persönlichen Lebenssituation passen.

Recycling ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Dabei geht es nicht nur um die Wertstofftrennung beim Müll. Viele Dinge, für die wir keine Verwendung mehr haben, haben noch Wert. Ob es das Buch ist, das wir gelesen haben oder die Kleidung, die wir nicht mehr tragen, weil sie uns nicht mehr gefällt. Waren im Kreislauf zu halten und nicht zu Müll werden zu lassen ist ein weiterer wichtiger Baustein, an dem wir mitgestalten können. Wenn Sie in Ihrem Bekanntenkreis keine Abnehmer finden, verschenken Sie Dinge über eine Online-Tauschund Verschenkbörse wie z.B. www.netcycler.de . Oder bringen Sie die Waren zu karitativen Second-Hand-Läden wie beispielsweise dem Oxfam Shop in Nürnbergs Innenstadt.

Sie sehen, es gibt unzählige Möglichkeiten! Wichtig ist dabei aber auch, dass öko-korrekt leben Spaß macht. Wer sich ständig zu Handlungen zwingen muss, der wird auf Dauer nicht durchhalten! Noch haben wir es selbst in der Hand, ohne Not und Zwang die nötigen Veränderungsprozesse mit anzustoßen.

Wir wünschen uns, dass aus vielen kleinen Schritten Blüten der Freude im kommenden Jahr aufgehen werden!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen für 2011 eine farbenfrohe Zeit.

Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion



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