Endlich, so denken sich wahrscheinlich viele von uns, endlich werden die Tage wieder länger. Morgens weckt uns wieder Licht und Vogelgezwitscher. Die Natur erwacht und macht unser Leben wieder farbiger. Jeden Tag entdecke ich neue Knospen und Blüten auf meinem Weg zur Arbeit. Die dunkle, graue Zeit liegt nun hinter uns! Der Frühling offenbart das ganze Wunder unserer Natur im Zeitraffer. Leben entsteht, wo man nur hinblickt, oder?
Leider ist das nicht überall so und die blühenden Wiesen werden leider immer weniger. Gerade auch der Flächenhunger und die fortschreitende Intensivierung der konventionellen Landwirtschaft führt dazu, dass kaum mehr wilde Wiesen zu finden sind. Auch die auf den Feldern früher wachsenden wilden Unkräuter sind von den meisten Feldern verschwunden. Aber Biene, Schmetterling & Co. brauchen die Blüten als Nahrung.
Wer in der glücklichen Lage ist, selbst einen Garten zu haben, der kann dazu beitragen, dass wir diesem Trend urbane "Blühzonen" entgegensetzen. Säen sie zum Beispiel das ökologische Saatgut "Bienenweide" von Bingenheimer Saatgut in ihrem Garten aus und decken sie den Tisch für Biene, Hummel & Co. Das ist nicht nur gut für unser eigenes Gemüt, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt unserer Artenvielfalt, denn Bienen etc. sind ein wesentliches Glied im Kreislauf der Natur. Ohne deren Funktion als Bestäuber ist für viele Pflanzenarten ein Überleben nicht denkbar. Wenn wir also Bienen, Vögeln und anderen "Mitbewohnern" mit grünen Inseln in unseren urbanen Ballungsräumen ein Überleben sichern, sichern wir damit unter anderem auch den Erhalt der noch verbliebenen Wildvegetation.
Apropos Wildvegetation, wer keinen Garten hat, dem sei die Seite www.gruenewelle.org empfohlen. Hier gibt es Anregungen und Ideen, wie Sie als "Guerilla Gärtner" ganz legal dabei helfen können, unsere Region wieder ein kleines Stückchen mehr zur blühenden Landschaft werden lassen. Eine witzige Idee, die sich von Großbritannien aus seit den 70er Jahren beständig ausbreitet.
Und noch ein konkreter kleiner Schritt
Seit dem 28.03.2011 kann man eine Petition beim Deutschen Bundestag gegen Gentechnik unterzeichnen. Die Petition hat zum Ziel, die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen zum Anbau auszusetzen. Weiter soll in Deutschland die gesetzliche Grundlage für den regionalen Ausschluss gentechnisch veränderter Pflanzen aus der Agrarkultur geschaffen werden.
In Ihren ebl-Märkten finden Sie Postkarten und Faxformulare, auf denen Sie die Petion unterzeichnen können. Sie können die Petition auch direkt auf der Website des Deutschen Bundestages unterzeichnen.
Helfen Sie mit, dass wir in Franken wieder inmitten blühender Landschaften leben, und das ganz ohne Gentechnik.
Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion