Alles muss klein beginnen
Es waren einmal zwei Nürnberger, die hatten eine Idee. Wie wäre es, so dachten sie, wenn Menschen rund um den Globus zeitgleich zusammen kämen, um 48 Stunden gemeinsam Projekte und Initiativen zu entwickeln, die die Welt ein bisschen besser machten. Gesagt, getan - und dank findiger Menschen und dem Internet auch schnell in die Tat umgesetzt. Geboren war die Idee der Global Sustainability Jam (GSJ), oder deutsch ein improvisiertes globales Nachhaltigkeitsarbeitstreffen. Den Begriff "Jam" kennen ja vielleicht einige aus dem Jazz. Während einer Jam Session treffen sich Musiker spontan und lassen Noten im improvisierten Zusammenspiel tanzen. So soll es auch bei der Global Sustainability Jam sein. Nur das hier nicht Noten sondern kreative Ideen entstehen sollen.
Mittlerweile werden sich 49 Städte weltweit, beispielsweise in Südafrika, Zimbabwe, China, Israel, Dubai, Australien, Belgien, Dänemark, Kanada, Mexiko, USA und Brasilien vom 28. – 30.10.2011 für 48 Stunden zusammenfinden, um eine globale Jam Realität werden zu lassen. Alle mit der Hoffnung, dass am Ende eine neue, vielleicht bahnbrechende Idee das Licht der Welt erblickt und die Welt ein kleines oder eben auch größeres Stück besser werden lässt.
Diese Aktion ist für mich eine der schönen, wundersamen und positiven Seiten der Globalisierung und des Internets, denn ohne dies wäre so eine völkerverbindende Aktion nicht möglich. Und dafür braucht es auch keine Tausende von Euro Budget, sondern einfach Menschen, die von der Sache begeistert sind. Zwei solche Menschen sind Adam Lawrence, wohnhaft in Fürth und Markus Edgar Hormeß aus Schwaig. Im März diesen Jahres hatten sie erstmalig eine solche Jam Session veranstaltet, die Global Service Jam. Da die Idee ein Riesenerfolg war, entstand daraus dann im Juni 2011 auf der Unconference in Götheburg die Idee zur GSJ.
Ohne großes Budget für Werbung und Marketing verbreitete sich die Nachricht über das Internet und fand an allen Enden der Welt begeisterte Mitmacher, die daraufhin begannen, lokal einen Event zu organisieren.
Natürlich wird es auch in Nürnberg eine Jam geben. Organisator der Nürnberger Jam ist Bluepingu e. V. unterstützt vom Coworking Space und dem FabLab e. V.. Natürlich hat sich das Team schnell einen Namen ausgedacht. Die Noris Weltretter Jam wird die fränkische Session heißen.
Mitorganisatorin Manja Rupprecht von Bluepingu hat ein tolles Logo entwickelt. Mittlerweile haben sich auch Sponsoren für das Catering, T-Shirts und Material gefunden, so dass einer erfolgreichen Session nichts mehr im Wege steht. Veranstaltungsort wird der Nürnberger Coworking Space, Josephsplatz 8, sein.
Es ist wunderbar zu sehen, wie aus dem kleinen Samenkorn einer Idee von Adam und Edgar so viel Energie, Kreativität und Leidenschaft entstanden ist. Es sollte uns allen Mut machen, die kleinen Ideen, die wir in uns tragen, Wirklichkeit werden zu lassen, um mitzuerleben, wie die Saat dann ganze Blumenwiesen blühen lässt.
Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst bei der Global Sustainability Jam mitzumachen, der ist herzlich eingeladen, am Freitag, 28.10. um 17 Uhr mit dabei zu sein. Um Voranmeldung wird gebeten. Zu Ende geht die Nürnberger Noris Weltretter Jam dann am Sonntag um 18 Uhr. Am Sonntag werden dann alle Teams präsentieren, was sie an Ideen und konkreten Projekten entwickelt haben. Ich bin gespannt.
Alle Informationen zur GSJ finden Sie unter globalsustainabilityjam.org oder auf der Webseite von Bluepingu e. V. .
Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion