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Der stille Vormarsch der Gentechnik

Was haben Fleisch, Fisch und Gemüse gemeinsam?

Auf leisen Sohlen schleicht sich die Gentechnik auf unsere Teller. Ob Fleisch, Fisch oder Gemüse – Patente auf Leben und gentechnisch veränderte Lebensmittel sind weltweit auf dem Vormarsch. Die Liste der Produkte wird täglich länger. Mit Inkrafttreten des neuen Gentechnikgesetzes gibt es ein Standortregister über die Freisetzung und den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Das Standortregister ist durch EU-Richtlinien vorgeschrieben. Jeder, der GVOs freisetzt oder anbaut, ist verpflichtet, dies dem Standortregister mitzuteilen. In Deutschland sind dort derzeit 27 Versuchsflächen gelistet, auf denen gentechnisch veränderte Kartoffeln, Weizen, Mais, Zuckerrüben und Petunie angebaut werden. In den Medien ist darüber kaum etwas zu lesen. Die Gewinner hinter der Gentechnik – wie Marktführer Monsanto – wissen wohl, dass Informationen ihnen sicherlich eher schaden würden und agieren im Stillen. Oder haben Sie schon einmal eine Werbung gesehen, die die Vorzüge gentechnisch veränderter Produkte anpreist?

Auch auf unseren Tellern haben sich gentechnisch veränderte Produkte schon längst heimisch gemacht. So wurde beispielsweise bei Proben mit Milchprodukten bekannter, konventioneller, deutscher Marken immer wieder gentechnisch verändertes Soja als Futtermittel nachgewiesen. Zwar müssen gentechnisch veränderte Produkte als „gentechnisch verändert“ gekennzeichnet werden, es gibt aber von dieser Kennzeichnung viele Ausnahmen. Sie betreffen vor allem Zusatz- und Hilfsstoffe, aber auch Milch, Fleisch und Eier, bei denen die Tiere gentechnisch verändertes Futter bekommen haben. Auch ein „Sehr gut“ für Lebensmittel bei Ökotest ist keine Garantie für gentechnikfreies Essen!

Gentechnikfrei nur mit Bio

Nur die Biosiegel garantieren gentechnikfreies Essen auf unserem Teller. Hier ist jeglicher Einsatz von gentechnisch veränderten Produkten, auch im Futter, verboten. Dabei gehen die Siegel der Anbauverbände wie Naturland, Bioland oder Demeter noch weit über die die Anforderungen des gesetzlichen EU-Biosiegels hinaus. Mittlerweile gibt es in Deutschland auch noch das Siegel „ohne Gentechnik“. Auch dieses Siegel schließt die Verwendung von gentechnisch veränderten Futtermitteln weitgehend aus.

Wir haben also die Wahl und können auch mit unserem Einkauf ein Zeichen setzen für eine gentechnikfreie Ernährung – zum Wohle unserer Gesundheit, zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Schutze unserer Umwelt.

Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion



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