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Bio in aller Munde

Vergangene Woche fand zum ersten Mal ein Begleitprogramm zur Nürnberger BioFach für Verbraucher im Kunst und Kulturquartier (K4) statt. Rund 800 Menschen kamen an den 3 Tagen, um bei Vorträgen und Diskussionen verschiedene Aspekte eines ökologischen Lebensmodells zu erörtern. Ernährung und Ökologie sind eben Themen, die uns alle berühren.

Auch die Kinder an den fränkischen Grundschulen hatten Gelegenheit sich anlässlich der BioFach im Rahmen eines Malwettbewerbs zum Thema "Gesund leben – was heißt das für mich?" Gedanken zu machen. Die mehr als 300 Beiträge machten dabei deutlich, dass auch schon die Kinder sehr wohl unterscheiden können, was gesund ist und wie sie mit ihrem Verhalten etwas zu einem ökologischen Lebensmodell beitragen können. Auf wunderbar einfache Weise zeigten die Einsendungen auf, worum es eigentlich geht. Immer wieder zeigten die Bilder: "Wir haben eine Alternative!". So war auf einem der Preisträger-Bilder eine Gegenüberstellung von ungesunden und gesunden Dingen zu sehen. Links die ungesunde Seite, ganz in schwarz gehalten, Menschen die rauchen usw., rechts die gesunde Seite des Lebens: bunt, Menschen die Karotten essen, mit lachenden Gesichtern. So einfach kann die Welt aus dem Blickwinkel eines Kindes sein. Wir brauchen nur zu wählen, wie wir leben wollen, so die Botschaft dieser 10-jährigen.

Vielleicht haben es Kinder da sogar einfacher, denn die werden noch nicht von der Flut der oft reißerischen Schlagzeilen der Presse beeinflusst. Wer die lokale Presse in den letzten Tagen zum Bio-Thema verfolgt hat, der musste sich ja schon verunsichert fühlen, angesichts der teils unter seltsamen Überschriften wie "Bio ist auch nicht gesünder" abgedruckten Artikel.

Wer sich die Zeit nahm, um die Artikel auch zu lesen, der staunte nicht schlecht, was sich hinter diesen Artikeln an Inhalten verbarg. Dass Cola oder Gummibärchen auch in Bio-Qualität nicht als Hauptnahrungsmittel dienen sollten, das dürfte eigentlich allen klar sein. Die Welt ist auch ohne solche irreführenden Schlagzeilen schon kompliziert genug und es ist in der Tat nicht leicht, immer die richtige Wahl zu treffen, selbst wenn Ökologie für unsere Kaufentscheidung ein wesentliches Kaufkriterium ist. Es dürfte aber unzweifelhaft feststehen, dass Bio-Produkte gegenüber vergleichbaren konventionellen Produkten für unsere Gesundheit und die Umwelt klare Vorteile bieten.

Es wäre schön, wenn die Presse uns Verbrauchern sachliche Informationen liefern würde, die uns dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, anstatt uns mit unnötiger Polemik zu verunsichern.

Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion



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