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Äpfel aus Franken vom Bioland-Hof Eckert

Ein Blick hinter die Kulissen unserer regionalen Lieferanten

Darf ich vorstellen: Der 6. Teil unserer Serie mit Hofportraits regionaler Lieferanten führt uns nach Eckental-Herpersdorf, wo der Bioland-Hof Eckert zu Hause ist. Die Eckerts sind Bio-Pioniere, die schon seit 1987 Bio die Vorfahrt geben. Begonnen hatte alles mit dem Hopfen, der auch heute noch ein wesentliches Standbein des Familienbetriebes darstellt.

1999 begannen die Eckerts dann auch Äpfel anzubieten. Aus der ersten Ernte packte Markus Eckert eine Kiste zusammen und fuhr zu ebl-naturkost, um dort seine Äpfel zu präsentieren, so erzählt er mir im Gespräch. Das ebl-Team war sofort begeistert und so begann mit ebl-naturkost eine langjährige und verlässliche Partnerschaft, die auch in Jahren von Missernte Bestand hatte. Damals wie heute war Karin Weber (die ebl-naturkost Einkaufsleiterin) seine Ansprechpartnerin, so Eckert weiter. Da spricht einer voller Leidenschaft wie über seine Familie, so scheint es wenn ich ihm zuhöre.

Nach dem Totalausfall durch Frost im vergangenen Jahr ist Eckert dieses Jahr mit der Apfelernte sehr zufrieden. Nicht nur die Quantität stimmt, sondern auch die Qualität sei dieses Jahr hervorragend. Durch das ausgeklügelte Tröpfchenbewässerungssystem konnten auch die geringen Niederschlagsmengen der Apfelernte keinen Strich durch die Rechnung machen. Anders sieht die Sache beim Hopfen aus, dem zweiten Standbein des Familienbetriebes.

Der August nimmt, der August gibt

Diese alte Bauernregel hat sich leider auch dieses Mal beim Hopfen wieder bewahrheitet. Hopfen braucht pro Tag und Stock ca. 7 Liter Wasser, so lerne ich. Im ganzen August hatte es aber nur 14 Liter geregnet. So liegt die Ernte aufgrund des trockenen Jahres um ca. 25 % unter dem Ertrag in normalen Jahren. „Es ist eine Katastrophe“, so Eckert, „Zwischen Juli und September hatten wir praktisch keinen Regen“.

„Für den Hopfen war der Sommer eine Qual, die Pflanzen haben auf Notbetrieb umgestellt um zu überleben. Dadurch war die Entwicklung der Pflanzen schlecht.“ Wenn er davon erzählt, dann habe ich das Bild eines Menschen vor mir, so mitfühlend spricht Eckert über seinen Hopfen. Bislang haben die Eckerts den Hopfen nur im Notfall bewässert, da die Bewässerung derzeit noch über Trinkwasser erfolgt. Bis zur neuen Saison soll es dann ein Bewässerungsbecken geben, was dann auch eine Frostschutzberegnung beim Hopfen erlauben würde.

Sein Hopfen ist sehr begehrt – neben lokalen Brauereien fragen auch amerikanische Brauereien seinen Hopfen an. Aber der Markt ist sehr dynamisch und sprunghaft. Zum Glück hat Eckert auch beim Hopfen mit Neumarkter Lammsbräu seit Jahrzehnten einen Partner in der Region, auf den er sich verlassen kann – in guten wie in schlechten Zeiten.

Das letzte Jahr mit einem Totalausfall bei der Apfelernte ist nicht spurlos an Eckert vorüber gegangen. „Hätte ich nicht mit ebl-naturkost und Neumarkter Lammsbräu zwei verlässliche Partner, wäre die Lage für uns enorm kritisch“, sagt er und dabei klingt viel Dankbarkeit und auch Zuversicht mit heraus.

Wenn Sie das nächste Mal Ihren Wanderausflug planen, schauen Sie doch mal bei Ihrem Produkt vorbei und lassen sich zeigen, wo die Äpfel reifen, die Sie gerade genießen können. Ich merke immer wieder, wie schön es ist, wenn ein Produkt ein Gesicht hat und ich mich beim genießen zurückerinnern kann – an Markus Eckert und seine Familie, den Hopfen und die Äpfel.

Herzlich grüßt
Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion



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