Info & Aktuelles
Themen und Tipps
Spielerisch die Umwelt entdecken
Vom 1. - 6. Februar findet in Nürnberg die Spielwarenmesse statt. Dann dreht sich alles wieder um die neuesten Spiele für Groß und Klein. Die Nachfrage ist groß und die Messe bis auf den letzten Quadratmeter ausgebucht. Geschätzte 70 % der Spielzeugproduktion kommen heute übrigens aus China.
Klar, Spielzeug soll Spaß machen und im Idealfall auch noch spielerisch Inhalte vermitteln, sei es Kreativität, Wissen oder Fingerfertigkeit. Auswahl für jeden Geschmack gibt es ja genug. Wenn es aber um die Nachhaltigkeit der Produkte in der Produktion geht, gibt es auch in dieser Branche noch jede Menge Nachholbedarf...
Biofach 2012
Nürnberg als Zentrum der Biowelt und des Fairen Handels
Wieder einmal ist es soweit, die BioFach öffnet vom 15.2. - 18.2.2012 ihre Pforten. Mehr als 40.000 Besucher aus 130 Ländern machen in dieser Zeit Nürnberg für ein paar Tage zur Hauptstadt der Bio- und Fairtrade-Bewegung. Auch 2012 gibt es wieder ein tolles Begleitprogramm für Sie...
Licht ins Dunkel
Ein Blick in den Dschungel der Beleuchtungsmittel nach dem schrittweisen Verbot der klassischen Glühbirne
Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist ein Leben ohne künstliche Lichtquellen nur schwer denkbar. Ok, es bliebe dann viel Zeit zum Schlafen und Nachdenken, aber ansonsten sind wir doch sehr auf das Licht aus der Steckdose angewiesen. Die Entwicklung rund um klassische Beleuchtungsmittel ist rasant, nicht zuletzt getrieben durch das Verbot der herkömmlichen Glühbirne. Aber was ist aus ökologischer Sicht die richtige Alternative, um die alten Glühbirnen zu ersetzen? Ich habe mich auf Spurensuche begeben, um Ihnen zu diesem mittlerweile doch sehr unübersichtlichen Thema einen Überblick zu verschaffen.
Das neue Jahr beginnt mit Schwung
Das neue Jahr bietet gleich im Januar eine Reihe toller Veranstaltungen, die viel Information, Unterhaltung und gute Laune versprechen.
Agenda Kino im Januar
Über die Ausbeutung unserer Meere und die Energiewende
Gleich zwei Filme bietet die Agenda 21 Kino Reihe im Januar. Den Start macht am 15.01. im Casablanca der Film "The end of the line – Die unbequeme Wahrheit über die Ozeane" ...
Alles muss klein beginnen
Nun beginnt also das Jahreskarussell aufs Neue sich zu drehen. Die Kalender sind gewechselt, das alte Jahr liegt hinter uns, Ring frei zu einer neuen Runde Leben.
Viele von uns haben die Zeit zwischen den Jahren wahrscheinlich auch genutzt, um etwas Ruhe zu finden. Und wie es so ist mit der Reflektion, entstehen in dieser Zeit oft vielerorts Erkenntnisse, reifen gute Vorsätze, was wir alles im neuen Jahr besser machen könnten. Aber wie schon Goethe einst sagte "Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung ist schwer". Schnell ist es gedacht und aufgeschrieben: "Ich rauche nicht mehr", "Ich schenke meiner Familie mehr Zeit", "Ich ernähre mich gesünder"….
Auf ein Neues
Gedanken zum Jahreswechsel
Nun ist es also soweit, die Zeit der Rückblicke und guten Vorsätze für das neue Jahr ist gekommen. Was für ein Jahr war dieses Jahr 2011!
Für mich ist es das Jahr der Mutbürger, die gezeigt haben, dass wir nicht willens sind, uns von Politik und Wirtschaft an der Nase herumführen zu lassen. Seit der Startbahn West hat es wohl nicht mehr eine so ausgeprägte Protest- und Veränderungsbewegung in unserer Mitte gegeben.
Demeter
Bio-dynamische Qualität seit 1928
Im Juni 1924 hielt ein gewisser Rudolf Steiner im schlesischen Koberwitz acht Vorträge mit der Überschrift "Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft". Die ersten fünf Vorträge befassten sich dabei mit den Bedingungen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Im einleitenden Teil dieser Vortragsreihe sagt Rudolf Steiner: "Gerade die Landwirtschaft ist ja auch in einer gewissen Weise betroffen, in ernstlicher Weise betroffen worden durch das ganze neuzeitliche Geistesleben. Sehen Sie, dieses ganze neuzeitliche Geistesleben, hat ja insbesondere in Bezug auf wirtschaftlichen Charakter zerstörerische Formen angenommen, deren zerstörerische Bedeutung von vielen Leuten heute noch kaum geahnt wird". Dieses Zitat hat leider nichts an Aktualität verloren.
10 Jahre Bio-Siegel in Deutschland
1 Jahr EU-Bio-Siegel
Seit nunmehr 10 Jahren gibt es in Deutschland das 8-eckige Bio-Siegel. Im Juni vergangenen Jahres wurde dann ein EU-weit einheitliches Bio-Siegel eingeführt, das ab Juli 2012 verbindlich auf den Verpackungen sein muss. Auch bei ebl-naturkost wird dann das EU-Siegel verwendet. Die Richtlinien beider Siegel sind inhaltlich völlig identisch. Die Motivation für die Einführung des EU-Siegels war, Bio europaweit ein gemeinsames Gesicht zu geben.
Obst und Gemüse aus der Region
Der Tisch ist nun reich gedeckt
Regionale Produkte zu kaufen hat viele Vorteile. Wenn diese dann auch noch aus ökologischem Landbau stammen, gibt es dazu eigentlich keine bessere Alternative. Regional kaufen, das heißt zum einen die Wertschöpfung, also die Gewinne aus dem Produkt im regionalen Wirtschaftskreislauf zu belassen. Darüber hinaus ist die CO2 Bilanz regionaler Produkte unschlagbar gut und die Waren haben ein Gesicht. Gemüse aus Wetzendorf oder Äpfel aus Eckental, damit verbinden wir alle ein Stück Heimat. Möglicherweise waren wir schon einmal vor Ort und kennen die Menschen, die mit ihrer Arbeit diese Gaben auf unsere Teller zaubern.
Leider ist angesichts des ganzjährigen Angebotes vielerorts das Bewusstsein für die Saison von Obst und Gemüse in der Region gänzlich verloren gegangen. Dabei hilft ein Einkauf mit der Saison nicht nur der Ökobilanz der Produkte, sondern auch dem eigenen Geldbeutel.
Wer sich beim Einkauf am regionalen Saisonkalender orientiert, für den ist der Tisch in diesen Wochen reich gedeckt. Wir sind in Franken ja sowohl beim Obst- als auch beim Gemüse mit Anbauflächen reich gesegnet. Beim Obst haben wir jetzt die Beerenzeit, ob Erdbeere, Johannisbeere, Himbeere oder Stachelbeere, jetzt sollte es kein Problem sein, Produkte aus heimischer Produktion oder dem eigenen Garten zu ernten. Auch beim Gemüse kennt die regionale Vielfalt gerade keine Grenzen. Praktisch alle Arten von Salat wachsen jetzt auf Frankens Feldern, ebenso Gurke, Paprika, Tomate und vieles mehr.
Da lässt sich der Speisezettel zu 100% regional und bio gestalten. Einen unserer Produzenten aus der Region möchten wir Ihnen heute gerne vorstellen:
Der Demeter-Hof Markus Kratzer in Nürnberg-Wetzendorf
Seit mehr als 10 Jahren bewirtschaftet die Familie Kratzer ihren Hof nun schon nach den Demeter Richtlinien. Insgesamt bestellen sie zwölf Hektar, auf denen vor allem Fenchel, Blumenkohl, Kohlrabi, Brokkoli, Hokkaido-Kürbisse, Radiccio, Feldsalat und Rucola angebaut werden. Jedes Jahr schickt Kratzer rund 25 % seiner Ackerflächen "in den Urlaub" und verzichtet damit auf Einkommen zugunsten langfristiger Qualität der Böden. So wird der oft floskelhaft schnell dahingesagte Gedanke der Nachhaltigkeit richtig lebendig. "Auf diesen Feldern kann sich der Boden erholen, denn durch die Gründüngung — beispielsweise mit Lupinen und Sonnenblumen — tankt die Erde Stickstoff, die dem Gemüse dann später als wertvolle Nahrung dient", so Kratzer.
Mit der diesjährigen Ernte ist Markus Kratzer insgesamt sehr zufrieden. "In der nächsten Woche werden wir die Karotten ernten. Die sind dieses Jahr geschmacklich besonders lecker", so Kratzer weiter. Das klingt doch vielversprechend!
Machen Sie doch selbst einmal eine kleine Radtour über die fränkischen Felder und entdecken Sie mit Ihren Kindern, was dort alles wächst. Dann stellen Sie sich Ihren Speiseplan für die Woche zusammen. So ein Stück Heimat auf dem Teller, das ist richtig lecker!
Ihr Frank Braun für die ebl-Redaktion